Akasol entwickelt Batteriepacks der zweiten Generation

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Batteriepack
Quelle: Daimler AG

Der Darmstädter Batteriespezialist Akasol entwickelt in enger Partnerschaft mit dem Bushersteller Daimler Buses die zweite Generation von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Busse und Nutzfahrzeuge. Wie Akasol mitteilte, werden die Batteriesysteme im Jahr 2020 deutlich mehr Energie bieten. Statt der aktuell 25 Kilowattstunden Speicherkapazität pro Batteriepack, werde die zweite Generation 33 Kilowattstunden speichern können. Pro Bus bedeute das eine Steigerung um 35 Prozent von derzeit 243 auf 330 Kilowattstunden – im identischen Bauraum, unverändertem Gewicht und Aufwärtskompatibilität.

„Neben verbesserten Batteriezellen spielen bei der Entwicklung der zweiten Generation viele kleine Optimierungsschritte etwa im Batterie-Management-System und in der mechanischen Pack-Struktur eine Rolle“, sagte Akasol-Vorstand Sven Schulz. Nach Angaben von Daimler Buses kann die Reichweite der elektrischen Busse dank der Optimierungen von derzeit rund 150 Kilometern auf bis zu 200 Kilometer (nach Stadtfahrzyklus SORT2, mittelschwerer Stadtverkehr) gesteigert werden. Im Idealbetrieb seien 250 km möglich.

Kapazität der Fabrik in Langen wird auf 600 MWh ausgebaut

Doch zunächst startet die Serienfertigung der ersten Generation vom Typ Akasystem OEM plangemäß im hessischen Langen. Die neue Fabrik für Hochleistungs-Batteriesystem mit einer jährlichen Kapazität von 300 MWh hatte Akasol im Jahr 2017 eröffnet. In Langen können derzeit Batteriesysteme für bis zu 1.500 vollelektrische Busse oder bis zu 6.000 Nutzfahrzeuge pro Jahr produziert werden. Die Fertigungskapazität soll bis 2020 auf 600 MWh verdoppelt werden.

Wasserkühlung der Batteriesysteme sorgt für Robustheit

Die Lithium-Ionen-Batteriesysteme beider Generationen sind schnellladefähig (bis zu 300 Kilowatt) und versorgen Zusatzverbraucher wie Klimaanlagen und das Bordnetz mit Energie. Entscheidend für Robustheit und Langlebigkeit der Batteriesysteme sei die effiziente Wasserkühlung, die eine dauerhafte Temperierung bei 25 Grad Celsius sicherstelle, womit die batteriebetriebenen Busse in sämtlichen Klimazonen betrieben werden können. Untergebracht sind die Hochleistungs-Batteriesysteme teilweise auf dem Dach und zudem im Heck.

Akasol entwickelt und vertreibt seit Jahren unterschiedliche Batteriesysteme für den Einsatz in Elektro- und Hybridbussen. Zu den Serienkunden im Busbereich zählt neben der Daimler-Tochter EvoBus ein schwedischer Bus- und Truck-Hersteller. Busse mit der innovativen Batterietechnik sind beispielsweise in London, Berlin, Braunschweig und Köln im Alltagsbetrieb.

Mehr über die Partnerschaft zwischen Akasol und Daimler erfahren Sie hier:

Elektrobus Citaro nutzt Batteriesysteme von Akasol

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