Agora: EEG-Umlage wird 2017 steigen – Strompreise sollten es nicht

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Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wird nach Berechnungen für Agora Energiewende im Jahr 2017 auf 7,1 bis 7,3 Cent pro Kilowattstunde Strom ansteigen. Derzeit liegt sie bei 6,35 Cent. Das entspräche einem Anstieg der EEG-Umlage um 10 bis 13 Prozent. Die für die Stromkunden maßgeblichen Einstandskosten für die Stromvertriebe änderten sich allerdings kaum, betont Agora Energiewende. Die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage wird der Prognose zufolge weiterhin knapp unter 10 Cent pro Kilowattstunde liegen. Die Ursache dafür liegt vor allem in den seit Jahren sinkenden Börsenstrompreisen. Die EEG-Umlage gleicht die Differenz zwischen dem Börsenstrompreis und der Einspeisevergütung aus, die Betreiber von Windkraft-, Solar-, Biomasse, Wasserkraft- und Geothermieanlagen erhalten. So lag der Börsenstrompreis im ersten Halbjahr 2016 im Durchschnitt bei etwa 2,5 Cent pro Kilowattstunde, während er im Jahr 2015 noch etwa 3,2 Cent pro Kilowattstunde betrug. „Die Kosten für die Stromverbraucher bleiben weitgehend konstant, wenn die Stromvertriebe ehrlich rechnen und ihre gesunkenen Einkaufspreise weitergeben“, sagte Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. „Gleichzeitig erhalten die Verbraucher für ihr Geld mehr grünen Strom. Wir rechnen damit, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2017 auf mehr als 35 Prozent steigt, in diesem Jahr werden es vermutlich gut 34 Prozent sein.“ Im Jahr 2015 betrug der Erneuerbaren-Anteil am Bruttostromverbrauch 32,6 Prozent. .

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