AGEB: Erneuerbare steigern Beitrag zum Energieverbrauch

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Die erneuerbaren Energien haben ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch im ersten Quartal 2018 im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2017 um knapp neun Prozent gesteigert. Zu dieser Entwicklung trugen, außer der Solarenergie, alle Formen der Erneuerbaren bei: Mit 34 Prozent war der Zuwachs bei der Wasserkraft infolge höherer Pegelstände an den Flüssen am stärksten. Bei der Windkraft gab es ein Plus von 22 Prozent und bei der Biomasse von 4 Prozent. Die Solarenergie verzeichnete dagegen ein Minus von 6 Prozent, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) nach vorläufigen Berechnungen.

Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühlere Witterung hat für einen kräftigen Anstieg des Energieverbrauchs in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gesorgt. Somit ergab sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Zuwachs von 5,7 Prozent auf insgesamt 3.856 PJ beziehungsweise 131,5 Mio. t SKE. Neben den kalten Monaten Februar und März hatten nach Ansicht der AG Energiebilanzen auch die anhaltend gute Konjunktur sowie die Bevölkerungszunahme einen positiven Effekt auf den Energieverbrauch. Am deutlichsten fiel der Verbrauchszuwachs beim Erdgas aus.

Die AG Energiebilanzen geht davon aus, dass sich der für das 1. Quartal berechnete witterungsbedingte Zuwachs im weiteren Jahresverlauf deutlich abschwächen wird. Ohne den Einfluss der Witterung wäre der Energieverbrauch im ersten Quartal nur um rund 3 Prozent gestiegen, schätzt die AGEB.

Heizölabsatz im Minus, Erdgasverbrauch im Plus

Der Verbrauch von Mineralöl verringerte sich den Angaben zufolge insgesamt um etwas mehr als 1 Prozent. Während der Absatz an Ottokraftstoff zunahm, gab es beim Diesel sowie beim Flugkraftstoff Rückgänge, auch der Heizölabsatz lag im Minus. Der Erdgasverbrauch lag knapp 20 Prozent höher als im ersten Quartal des Vorjahres. Der außergewöhnliche Zuwachs spiegelt die große Bedeutung des Energieträgers für die Wärmeversorgung in Deutschland wider.

Klares Ergebnis: „Eine Zukunft mit 100 Prozent erneuerbarer Energie ist möglich“

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