AGEB: Energieverbrauch in Deutschland sinkt um 2,3 Prozent

Erneuerbare steigern ihren Beitrag um 4 Prozent

598

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2019 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) eine Höhe von 12.815 PJ beziehungsweise 437,3 Mio. t SKE. Das entspricht einem Rückgang um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für den Verbrauchsrückgang sorgten, so die AGEB, weitere Verbesserungen bei der Energieeffizienz, Substitutionen im Energiemix sowie ein konjunkturell bedingter Rückgang des Energieverbrauchs in der Industrie. Verbrauchssteigernd wirkten die etwas kühlere Witterung sowie die Zunahme der Bevölkerung. Die verbrauchssteigernden Faktoren waren jedoch in Summe deutlich schwächer als die verbrauchssenkenden.

Bereinigt um den Einfluss der Witterung sowie Lagerbestandsveränderungen wäre der Energieverbrauch nach Berechnungen der AG Energiebilanzen sogar um mehr als 3 Prozent gesunken. Da der Verbrauch an Kohlen 2019 besonders stark rückläufig war und die erneuerbaren Energien weiter zulegen konnten, geht die AGEB von einem merklichen Rückgang bei den CO2-Emissionen (ebenfalls bereinigt um Temperatureffekte und Lagerbestandsveränderungen) um gut 7 Prozent oder reichlich 50 Mio. t aus.

Lesen Sie auch:

Windkraft erhöhte ihren Beitrag um 15 Prozent

AGEB
Quelle: AGEB

Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch im abgelaufenen Jahr um 4 Prozent. Die Windkraft erhöhte ihren Beitrag um 15 Prozent. Bei der Wasserkraft gab es einen Zuwachs von 4 Prozent. Die Solarenergie legte nur leicht um 1 Prozent zu. Die Biomasse, auf die mehr als 50 Prozent des gesamten Aufkommens im Bereich der Erneuerbaren entfällt, verbuchte ein Plus von 2 Prozent.

Die Anteile der verschiedenen Energieträger am nationalen Energiemix haben sich 2019 gegenüber dem Vorjahr weiter verschoben: Bei den fossilen Energien kam es in Summe zu einem Rückgang, so dass die Energieversorgung in Deutschland ihre Kohlenstoffintensität weiter verringern konnte. Kennzeichnend bleibt aber ein breiter Energiemix. Gut 60 Prozent des inländischen Energieverbrauchs entfallen auf Öl und Gas. Stein- und Braunkohle deckten zusammen etwa 18 Prozent des Verbrauchs. Die Erneuerbaren steigerten ihren Beitrag auf beinahe 15 Prozent.

Energieeffizienzstrategie 2050: Regierung passt ihre Zielvorgaben minimal an

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein