6 Bewerber für Stadtwerke Award 2017 qualifiziert

Kriterium: Vorbildfunktion für andere Energieversorger

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Stadtwerke-Award-2017
Quelle: Innovation Congress

Die Nominierten für die diesjährige Verleihung des Stadtwerke Award 2017 stehen fest. Sechs Konzepte um die Auszeichnung „Das Stadtwerk der Zukunft“ werden ins Rennen geschickt, berichtet die Stadtwerke-Kooperation Trianel, die den Award zusammen mit dem Veranstalter Innovation Congress (ICG) und der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongresses im September verleihen wird.

„Stadtwerke stellen sich neuen Anforderungen und gehen vielerorts neue Wege, um Daseinsvorsorge modern und zukunftsorientiert zu interpretieren“, erklärt Trianel-Sprecher Sven Becker. Rund 20 Unternehmen hätten sich mit ihren Konzepten beworben. Entscheidende Kriterien für die Auswahl seien die Einbindung in die Gesamtstrategie eines Unternehmens sowie die Vorbildfunktion für andere Energieversorger. Qualifiziert haben sich DEW 21, die Stadtwerke Crailsheim und Emden, das Stadtwerk Haßfurt, die Stadtwerke Schweinfurt sowie die Technischen Werke Schussental:

  • Mit einem innovativen Konzept für Nahwärmelösungen in der Dortmunder Innenstadt baue die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW 21) auf die aktive Umsetzung der Energiewende im städtischen Raum und treibe so eine intelligente Wärmewende voran. Dazu errichte DEW 21 eine komplett neue Infrastruktur für die Wärmeversorgung mit dem Ziel, Energieeffizienzsteigerungen sowie die Sektorkopplung im Strom- und Wärmemarkt voranzutreiben. Das Infrastrukturprojekt für Nahwärmequartiere vernetze unterschiedliche Energiequellen wie regenerative Energien, großindustrielle Abwärme und Power-to-Heat.
  • Die Stadtwerke Crailsheim setzen auf das Thema energetische Sanierung und verwirklichen ein ganzheitliches neues Geschäftsmodell, bei dem Klimaschutz mit städtebaulichen sowie sozialen Anforderungen wie altersgerechtes und energieeffizientes Wohnen verbunden wird, heißt es. Das von den Stadtwerken entwickelte ganzheitliche Sanierungsmanagement beinhalte eine Modernisierung des Nahwärmenetzes und weiterer Versorgungsstrukturen und schaffe über ein initiiertes Expertennetzwerk für Sanierungsfragen Möglichkeiten für die regionale Wirtschaft.
  • Lebensqualität und ein attraktives Arbeitsumfeld für die Bewohner der norddeutschen Hafenstadt Emden hätten sich die Stadtwerke Emden zum Ziel gesetzt. Sie setzten gemeinsam mit der Stadt eine ganzheitliche Digitalisierungs-Roadmap um. Die gesamte Emdener Energieinfrastruktur werde dabei zu einem intelligenten, rein regenerativen und weitgehend autarken System umgebaut. Gleichzeitig werde eine Telekommunikationsinfrastruktur aufgebaut, mit dem Ziel, eine echte Smart City zu schaffen.
  • Mit der Umsetzung einer Power-to-Gas-Anlage beweise das Stadtwerk Haßfurt seine Zukunftsausrichtung und zeige die Machbarkeit dieser Technik auf. Überschüssiger Strom aus den eigenen Wind- und PV-Anlagen werde für die Herstellung von Brenngas eingesetzt. Das Windgas werde auch in Wasserstoff-BHKWs oder Brennstoffzellen zur Rückverstromung eingesetzt. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit lassen die Haßfurter den Angaben zufolge den Elektrolyseur an den Regelenergiemärkten teilnehmen und haben einen starken Vertriebspartner zur Vermarktung des Windgases in das Projekt eingebunden.
  • In Schweinfurt, wo auf der Konversionsfläche „Asken Manor“ eine neue Kleinstadt entstehe, kooperierten die Stadtwerke Schweinfurt und die Kommune. Dabei gehe es um mehr als energetische Sanierung und sozial und demografische ausgewogene Stadtteilsanierung. Auf der Konversionsfläche würden eine flächendeckende Glasfaserversorgung aufgebaut, intelligente Messsysteme implementiert sowie eine öffentliche und private Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufgebaut. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr runde das Gesamtkonzept ab.
  • Die Technischen Werke Schussental (TWS) beschreiten neue Wege in der Mitarbeiterbindung und in der Finanzierung von Erneuerbare-Energien-Projekten, heißt es. Sie hätten die beiden Themen verbunden und beteiligten ihre Mitarbeiter über Genussrechte mit einer attraktiven Verzinsung. Das Unternehmen profitiere von einer verbesserten Eigenkapitalquote und einem geringeren organisatorischen Aufwand bei der Ausgabe von Genussrechten. Diese Form von Mitarbeiter-Genussrechten stelle in der Kommunalwirtschaft ein Novum dar.

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