Sinkende Stromgestehungskosten und ein wachsender Grünstromhunger der Industrie sind ein geeigneter Nährboden für die Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien. Im Moment gedeiht auf dem Boden aber wenig, da das Feld – um im Bild zu bleiben – nicht ordentlich bestellt wird: Die Rahmenbedingungen sind nicht auf einen dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien ausgerichtet.

Besonders offensichtlich wird das Defizit an der Thematik des 52-GW-Solardeckels. Hier sind die Warnungen schon vor sehr langer Zeit formuliert worden, dass das Heranrücken des Deckels Verunsicherung im Photovoltaikmarkt auslösen wird. Die ersten Projekte werden jetzt zurückgestellt, den Deckel gibt es immer noch. Wobei es an Ankündigungen, ihn aufheben zu wollen, keineswegs mangelt. Welche Fragen sich rund um den 52-GW-Solardeckel jetzt stellen und wie sie zu beantworten sind, damit hat sich die Clearingstelle EEG|KWKG befasst. Lesen Sie dazu 6 Fragen und Antworten zum 52-Gigawatt-Solardeckel.

Auch im Bereich förderfreier Projekte gibt es eine Reihe von Ansatzpunkten für bessere Rahmenbedingungen. Auf dem Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 8.2020 von EUWID Neue Energie widmen wir uns einer auf der E-World vorgestellten Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) zu PPA. Wirtschaftlich ist das Instrumentarium bereits so gut entwickelt, dass die direkten Kosten des Strombezugs für Unternehmen in vielen Fällen schon unter denen des Graustrombezugs liegen. Bei den größeren Unternehmen wirken aber bestehende Kompensationsregelungen bei den Strompreisen kontraproduktiv.

Existentiell wichtig sind bessere Rahmenbedingungen für die Onshore-Windenergie in Deutschland, deren Markt im vergangenen Jahr zusammengebrochen ist. Aus dem Bundesrat gibt es hier einen Lichtblick: Die Länderkammer hat grünes Licht für eine Verordnung der Bundesregierung gegeben, auf deren Grundlage das oft als störend empfundene nächtliche Blinken der Befeuerung deutlich reduziert werden kann. (Beitragsbild: EUWID)

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