52-GW-Solardeckel: 50 GW sind schon erreicht

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Solar-Photovoltaik-Dachanlage
Quelle für Symbolbild: Elenathewise - stock.adobe.com

Die auf den 52-Gigawatt-Solardeckel anzurechnende Leistung an EEG-geförderten Photovoltaikanlagen in Deutschland hat die Marke von 50 Gigawatt jetzt überschritten. Nach Angaben der Bundesnetzagentur beläuft sich die entsprechende Leistung inzwischen auf 50.090 Megawatt. Der Solardeckel ist mithin nur noch 1,9 GW entfernt.

Werden 52.000 Megawatt überschritten, verringern sich die anzulegenden Werte für die Förderung zum ersten Kalendertag des zweiten auf die Überschreitung folgenden Kalendermonats auf null. In anderen Worten: Die entsprechenden PV-Installationen erhalten ab diesem Zeitpunkt keine Förderung mehr.

Seit Monaten wird auf politischer Ebene um die – bereits vereinbarte – Streichung des Solardeckels gerungen. Teile der Union pochen darauf, dass im Gegenzug für die Streichung des Solardeckels die Abstandsregelungen bei der Windkraft verschärft werden. Die Branchenverbände verweisen auf die wachsende Dringlichkeit – eine zunehmende Zahl an Vorhaben kommt in Finanzierungsschwierigkeiten, da die Banken die Gewährung der Fördermittel für die geplanten Projekte als nicht hinreichend gesichert ansehen. Genutzt haben die Appelle bislang nichts, der Solardeckel hat weiter Gesetzeskraft.

Zubau im Bereich der Windenergie unterhalb von 100 MW im März 2020

Insgesamt liegt der Solarzubau in Deutschland sogar schon etwas höher bei inzwischen 50.274 MW, hier kommt noch der realisierte Zubau aus den Sonderausschreibungen für die Photovoltaik in den Jahren 2019 und 2020 hinzu.

Während die Photovoltaik im März 2020 einen Zubauwert von 367,8 MW erreicht hat, fallen die Neuerrichtungen im Bereich der Windenergie deutlich bescheidener aus. Laut den Registerdaten der Bundesnetzagentur wurden im März Onshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung von 90,5 MW (brutto) errichtet, weitere 6,3 MW (brutto) sind im Offshore-Bereich installiert worden. Die Neuinstallationen im Bereich Bioenergie summieren sich im März auf 6,05 MW.

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