Die Bundesregierung ist konkrete Antworten auf die Frage, wie es mit der Energiewende in Deutschland weitergeht, bislang schuldig geblieben. Zwar legt das Klimaschutzprogramm 2030 ein Zielmodell fest, der Weg zum Ziel liegt aber noch weitgehend im Dunkeln. Der 52-GW-Deckel ist immer noch in Kraft und lähmt die PV-Branche, die ohnehin durch die Auswirkungen des Coronavirus schon stark verunsichert ist. Auch bei der Windenergie gibt es nach wie vor viel Sand im Getriebe.

In einer parlamentarischen Antwort auf eine FDP-Anfrage hat sich die Bundesregierung zu ihren Zielvorstellungen geäußert (vgl. dazu den Titeltext der jetzt erschienenen Ausgabe von EUWID Neue Energie). Man geht weiterhin davon aus, dass der Bruttostrombedarf im Jahr 2030 auf dem heutigen Niveau liegen wird.

Die Energieeffizienz soll Mehrverbräuche durch die Sektorkopplung und den vermehrten Einsatz von Elektroautos und Wärmepumpen kompensieren. Auf dem angestrebten Weg zu einer führenden Wasserstoffnation setzt die Regierung in starkem Maße auf Importe strombasierter „grüner“ Gase. Denn eines ist klar: Die heimische Produktion grüner Gase würde den Strombedarf hierzulande massiv steigen lassen.

Im Gebäudebereich erhofft man sich Impulse für die Wärmewende nicht zuletzt über die Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Doch auch hier sehen Experten erhebliche Defizite bei der Formulierung des Gesetzes. Potenziale bleiben ungenutzt, sei dies bei der Einbindung der Bioenergie oder bei der Berücksichtigung digitaler Strukturen moderner Gebäude.

Mit Post-EEG-Fragen von landwirtschaftlichen PV-Anlagen befasst sich die DLG in einem aktuellen Beitrag. Welche Optionen es für Anlagenbetreiber gibt, lesen Sie hier. (Quelle für Beitragsbild: EUWID)

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