3,5 Mrd. € auf der Habenseite: EEG-Konto füllt sich trotz gesenkter EEG-Umlage weiter

2488

Das Guthaben auf dem EEG-Konto ist im Januar auf mittlerweile 3,5 Mrd. € gestiegen. Zum Vergleich: Vor einem lag das Konto gerade einmal mit 234 Mio. € im Plus. Nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) wurde allein im Januar ein Überschuss von 644 Mio. € verbucht. Dabei standen Einnahmen von 1,92 Mrd. € Ausgaben in Höhe von 1,27 Mrd. € gegenüber. Die Einnahmen aus Zahlungen der EEG-Umlage machten ungeachtet der geringfügigen Senkung des Umlagesatzes zum Jahresstart mit 1,82 Mrd. € den deutlich größten Einnahmeposten aus. Die durchschnittlichen Erlöse aus der Vermarktung von EEG-Strom durch die Übertragungsnetzbetreiber lagen im Januar 2015 lediglich bei 28,06 €/MWh. Im Januar 2014 waren im Schnitt noch 38,20 €/MWh erlöst worden. Insgesamt erwirtschafteten die ÜNB im Januar aus dem Verkauf des EEG-Stroms an den Großhandelsbörsen lediglich 76,3 Mio. € (Januar 2014: 127,4 Mio. €). Neben dem Preisverfall waren auch sinkende Vermarktungsmengen für den Erlösrückgang verantwortlich. Im Januar 2015 wurden insgesamt 2.710 GWh EEG-Strom über die ÜNB an die Börsen gebracht. Im Vorjahr waren es noch 3.335 GWh. Die ÜNB vermarkten den fest vergüteten Strom vor allem aus PV-Anlagen, aber auch Bioenergie-Anlagen. Auf die Onshore-Windkraft entfiel im stürmischen Januar 2015 eine vermarktete Menge von 1.070 GWh, der weitaus größere Teil der Windkraft wird mittlerweile aber im Rahmen des Marktprämienmodells direkt vermarktet.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein