2G Energy setzt auf Ausland und das Thema Wasserstoff

Die 2G Energy AG hat im ersten Quartal einen Auftragseingang in Höhe von 46,4 Mio. € (Vorjahr: 45,2 Mio. €) verbucht. Wie der Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen berichtet, trug das Auslandsgeschäft zu mehr als 50 Prozent des Auftragseingangs bei. Wachsende Bedeutung gewinnt bei der Gruppe das Thema Wasserstoff.

Der Vorstand gehe angesichts der guten Auftragslage von einer Vollauslastung bis zum Jahresende aus und wertet den hohen Auftragseingang im Ausland als „erneute Bestätigung“ der Ausrichtung auf internationale Märkte, die mit der jüngst erfolgten Gründung der 2G Energy International GmbH nochmals forciert wurde. Erste, noch nicht final konsolidierte Umsatzzahlen zeigten einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im ersten Quartal auf rund 43 Mio. € (Vorjahr: 32,0 Mio. €).

Ein „lebhaftes Interesse“ verzeichne 2G an seiner Wasserstofftechnologie. Nachdem man im vergangenen Jahr einen ersten Auftrag für eine Wasserstoff betriebene Anlage in Japan gewinnen konnte, wurde das Aggregat Anfang dieses Jahres ausgeliefert. In der vergangenen Woche akquirierte 2G einen weiteren Auftrag über eine Wasserstoff-Anlage, deren Auslieferung noch in 2021 erfolgen soll.

2G sieht KWK mit Wasserstoff als Zukunftsmodell

Eine heute installiertes Erdgas- oder Biogas-KWK-Anlage mit 2G-Motor könne künftig im Rahmen einer Regelwartung nach rund 30.000 Betriebsstunden auf den Betrieb mit Wasserstoff umgerüstet werden, heißt es im Geschäftsbericht der Gruppe zum Jahr 2020. Für die Betreiber werde damit das Risiko eines „Stranded Investments“ ausgeschlossen.

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KWK-Anlagen könnten zudem auf der Basis „grünen Wasserstoffs“ die schwankende Stromproduktion durch Wind- und Solarkraftwerke systemdienlich nach Bedarf mit Residuallast ausgleichen. Als rotierende, dezentrale Massen im System sicherten sie auf Verteilnetzebene die Netzfrequenz. Damit seien „milliardenschwere, zeitaufwändige Infrastrukturinvestitionen“ in Übertragungsnetze „volkswirtschaftlich nicht erforderlich“.

Startschuss für Cogen World Coalition (CWC) 

2G will sich auch international einbringen, um die Vorteile der KWK als „Rückgrattechnologie der Energielandschaft der Zukunft“ zu protegieren. Hierzu ist das Unternehmen als Gründungsmitglied der neuen Cogen World Coalition (CWC) aktiv. Die CWC soll ein „internationales Sprachrohr“ sein, um Kraft-Wärme-Kopplung als „elementaren Baustein der globalen Energieversorgung“ weiter zu etablieren und die Vernetzung zwischen Unternehmen, Verbänden und Institutionen weltweit zu stärken.

Hintergrund zum Thema Wasserstoff:

Power-to-Gas: Potenziale, Grenzen und Geschäftsmodelle

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