18-MW-Wasserstoff-Projekt von Vattenfall und Preem erhält Förderung

307
Biodiesel
Quelle: Vattenfall

Vattenfall und Schwedens größter Treibstoffproduzent Preem machen den nächsten Schritt zur Herstellung und Nutzung von fossilfreiem Wasserstoff. Nach Angaben von Vattenfall soll am Standort Göteborg eine Produktionsanlage mit einer Kapazität von 18 Megawatt (MW) entstehen und künftig Wasserstoff im industriellen Maßstab als Grundstoff zur Herstellung von Biotreibstoff produzieren. Für die weitere Projektplanung haben beide Unternehmen Kosten in Höhe von 6 Mio. SEK (rund 583.000 €) veranschlagt, an denen sich die schwedische Energieagentur zur Hälfte beteiligen wird.

Nach der Fertigstellung wird die Wasserstoff-Anlage zu den größten in Europa zählen, so Vattenfall. Sie spiele eine wesentliche Rolle für Preems Ziel, bis zum Jahr 2030 rund drei Mio. Kubikmeter erneuerbarer Biokraftstoffe herzustellen. Die Produktion dieser Kraftstoffe soll aus Schwarzlauge erfolgen, die mit Hilfe von Wasserstoff zu Biokraftstoff umgewandelt werden. Dabei handelt es sich um einen Reststoff aus der Zellstoffgewinnung.

Vattenfall produziert den grünen Wasserstoff

Vattenfalls Aufgabe in dem Projekt ist es, das fossilfrei erzeugte Wasserstoffgas für den Produktionsprozess der Biokraftstoffe bereit zu stellen. Berechnungen des Projekts hätten ergeben, dass die fossilfreie Wasserstoffproduktion so zu einer CO2-Reduktion von 25.000 Tonnen pro Jahr beitragen kann. Die mit diesem Wasserstoff erzeugten Biokraftstoffe, die dann herkömmlich produziertes Diesel und Benzin ersetzen, liefern nach den Berechnungen ihrerseits einen Reduktionsbeitrag von bis zu 230.000 Tonnen CO2. Der schwedische Verkehrssektor trägt derzeit etwa zu rund einem Drittel der CO2-Emissionen des Landes bei.

Weitere Einsatzbereiche in der Industrie werden untersucht

Neben dem Einsatz von Wasserstoff in Raffinerien untersucht Vattenfall weitere industrielle Prozesse, bei denen grüner Wasserstoff signifikant zu einer CO2-Reduktion beitragen kann. Dies betrifft unter anderem den Einsatz von Wasserstoff in der Stahlindustrie im Projekt „Hydrogen Breakthrough Ironmaking Technology“ (Hybrit), bei der Zementherstellung sowie zur Produktion von Grundstoffen in der chemischen Industrie. Vattenfall hat das Ziel, sein Geschäft innerhalb einer Generation fossilfrei zu betreiben.

Lesen Sie dazu auch:

Preem und Setra planen gemeinsame Pyrolyse-Anlage

1 KOMMENTAR

  1. Wasserstoffproduktionsanlagen werden auch der Exportschlager in die Dritte Welt sein.
    Frankreich hat sich
    für Wasserstoffwirtschaft entschieden, Norwegen/Oslo bevorzugt schon H2Autos vor Akkuautos (Fahrspur Bus und Taxi, die Akkuautos nicht benutzen dürfen), erstickt an Ladestationen, Südkorea entscheidet sich für Wasserstoff, sogar China ist am Umdenken.
    Vermeintlicher Akkuhype stoppt nach Zweitwagen und Eigenheim.
    20% offen zuhaltende Ladeplätze im öffentlichen Raum dezimieren dauerhaft
    Dauerparkplätze um 20%.
    Wasserstoff dient zum Heizen und Kühlen.
    Dezentrale Stromeigenerzeugung macht blackout unmöglich. Wasserstoffbusse können im Notfall Strom Krankenhäusern spenden.
    Wasserstoff ist erzeugbar in der Dritten Welt. Ölunabhängigkeit stärkt so die Handelsbilanz.
    Akkuladestruktur ist dort unbezahlbar.
    H2wirtschaft wirkt daher sofort aufs Weltklima. Ladestruktur müsste dort vor Inanspruchnahme überall ausgebaut sein.
    H2 kann mit der Inanspruchnahme wachsen. In der Dritten Welt gibt es keine Zweitwagen für den ersten und einzigen hype.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein