15-MW-Turbine von Siemens Gamesa gewinnt German Renewables Award

Von Rekord-Windturbinen bis zu Wasserstoffinnovationen – Gewinnerinnen und Laudatoren des German Renewables Awards 2021 (EEHH GmbH)

Aus 59 Bewerbungen in sechs Kategorien hat die Fachjury des German Renewables Award die diesjährigen Gewinner ermittelt. Das gab das EEHH-Cluster bekannt, das den Award in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben hat.

Produktinnovation des Jahres

Als Produktinnovation des Jahres wurde die neue Offshore-Anlage SG 14-222 DD von Siemens Gamesa Renewable Energy prämiert. Zu den Innovationen zählten nicht nur die Rekordlänge des Rotorblatts und die bis zu 15 MW Leistung, sondern auch die Kombination von Fortschritten in Fertigung, hoher Verfügbarkeit, Digitalisierung und neuster Steuerungstechnik. Zu den Nominierten in der Rubrik „Produktinnovation des Jahres“ zählten IZAAC.Energy mit einem digitalen Service für die optimierte Auslegung von Energieversorgungs- und Verbrauchseinheiten sowie Olmatic Power Tracking mit einer Lösung für eine dynamische Energieverteilung in der Industrie. Insgesamt bewarben sich neun Unternehmen.

Projekt des Jahres

Das Projekt der Stadtreinigung Hamburg „Erweiterte Wärmenutzung Müllverwertung Borsigstraße“ war in der Kategorie „Projekt des Jahres“ erfolgreich und verfolgt das Ziel einer zusätzlichen Wärmeauskopplung durch das gezielte Abkühlen von Rauchgasen. Je nach Bedarf wird die MVB in Zukunft direkt ins Fernwärmenetz einspeisen oder den produzierten Dampf dem Heizkraftwerk Hamburg-Tiefstack zur Verfügung stellen. Nach Fertigstellung beider Bauabschnitte ergibt sich eine gesamte CO2-Emissionsvermeidung von 104.000 Tonnen pro Jahr.

Das Verbundprojekt Energieküste, eine gemeinsame Marke vier schleswig-holsteinischer Kreise zur Vermarktung von erneuerbaren Energien und Sektorenkopplung, sowie der wasserstoffbasierte Brennstoffzellen HyRange-Range Extender für batterie-elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge waren die beiden anderen Nominierten in der Rubrik „Projekt des Jahres“, in der insgesamt sechs Unternehmen zur Auswahl standen.

Wasserstoffinnovation des Jahres

Der von der APEX Group in Rostock-Laage errichtete regionale Wasserstoffhub bietet eine komplexe Infrastruktur, die sowohl alle technischen Aspekte als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den zukünftigen Aufbau und Betrieb entsprechender Wasserstoffenergielösungen abbildet. Diese Leistung würdigte die Jury mit dem neuen German Renewables Award in der Kategorie „Wasserstoffinnovation des Jahres“.

Die AquaVentus-Initiative, die mit klimafreundlicher Wasserstofftechnologie Signal setzen will, und Energie des Nordens aus Haurup waren ebenfalls nominiert. In der Kategorie „Wasserstoffinnovation des Jahres“ gingen acht Unternehmen ins Rennen.

Studentenarbeit des Jahres

Die Untersuchung von „Wechselwirkungen zwischen Spitzenkappung und Freileitungsmonitoring in Netzplanung und Netzbetriebsführung“ brachte Elektroingenieur Jan Wiemer vom Fraunhofer IEE bzw. der Universität Kassel die Auszeichnung in der Rubrik „Studentenarbeit des Jahres“ ein. Im Rahmen der Masterthesis entwickelte er eine Methodik, die erstmals die Kombination der beiden Optimierungsmaßnahmen ermöglichte, und belegte so, dass eine größere Windparkleistung an einem stark ausgelastetem Stromnetzabschnitt angeschlossen werden könnte.

Die Optimierung dezentraler Erneuerbare-Energien-Systeme für Entwicklungsländer hatte die Nominierte Maria Hart von der Leibniz-Universität Hannover untersucht. Den „Impact of Exposure to Disinformation about the Energy Transition on Acceptance of Renewable Energy“ reichte Felix Schmidt ein an der Freien Universität Berlin. Für die „Studentenarbeit des Jahres“ bewarben sich sechs Absolventen.

Lebenswerk des Jahres

Für sein Lebenswerk wurde Prof. Dr. Olav Hohmeyer ausgezeichnet. Hohmeyer war unter anderem von 1996 bis 2011 als Leitautor für das IPCC tätig. Der Wissenschaftler berät die Regierungen von Barbados und den Seychellen über die Möglichkeiten einer 100 Prozent regenerativen Stromversorgung. 2007 erhielt er als Mitglied des UN-Klimarates den geteilten Friedensnobelpreis.

„Die Auszeichnung ermutigt mich meine Arbeiten für eine 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung in allen Teilen der Welt mit aller Kraft fortzusetzen, so dass wir dieses Ziel gemeinsam noch vor 2050 erreichen können“, freut sich der Preisträger.

Journalistenpreis

Den Journalistenpreis gewann Andreas Molitor mit seiner Reportage für das Wirtschaftsmagazin „brand eins“, in der er über die Renaissance der Solarbranche in Deutschland berichtet. In der Kategorie bewarben sich 30 Journalisten renommierter deutscher Medien. Auf den zweiten Platz schaffte es Merlin Theile, „Die Zeit“, mit dem Bericht „Was wollen die Bürger sich zumuten?“. Den Bronze-Rang erlangte Stephanie Krüger, Hessischer Rundfunk mit ihrem Beitrag „Wo sollen all die Windräder und Solaranlagen stehen?“ aus der Reihe „Alles Wissen“.

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