Baden-Württemberg will Übertragungsleitung durch Bergwerkstollen führen

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Baden-Württemberg wird bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) beantragen, einen Teil der geplanten Strom-Übertragungsleitung von Brunsbüttel nach Großgartach in vorhandene Bergwerksstollen der Südwestdeutschen Salzwerke AG (SWS) zu legen. Das hat das Kabinett einer Mitteilung des Landesumweltministeriums zufolge beschlossen. Es geht um einen Teilabschnitt von rund 15 km in den Bergwerksstollen Heilbronn/Bad Friedrichshall.

Wie Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) erklärte, ziele der Vorschlag darauf ab, einen eher schwierigen Teilabschnitt von Südlink zu entschärfen. Die Stollen zu nutzen, würde vermeiden, dass ein dicht besiedelter Raum mit Autobahn, Bundesstraßen, Bahnlinien und dem Neckar von einer Kabeltrasse durchfahren werde. Der Vorschlag, diese alternative Trassenführung zu prüfen, sei ein Ergebnis der frühen und freiwilligen Öffentlichkeitsbeteiligung durch das Umweltministerium und den Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW zum Ausbauprojekt Südlink gewesen, so der Minister.

Das zeige, dass Öffentlichkeitsbeteiligung etwas bewegen und verbessern könne. Innerhalb des formellen Planungs- und Genehmigungsverfahren zum Projekt Südlink mit den darin vorgesehenen Beteiligungsmöglichkeiten laufen seit einigen Wochen die öffentlichen Antragskonferenzen der Bundesnetzagentur.

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