Windenergie auch in 20 Jahren starker Motor für Wachstum und Beschäftigung
Windenergie könnte bis zum Jahr 2020 zwölf Prozent des weltweiten Strombedarfs decken, wenn die Regierungen stabile und unterstützende Rahmenbedingungen für die Branche schaffen würden. Zudem könnte die Windenergie 1,4 Millionen Arbeitsplätze schaffen und die CO2-Emissionen um mehr als 1,5 Billionen Tonnen pro Jahr verringern.
Bis zum Jahr 2030 wäre es sogar möglich über 20 Prozent der weltweiten Stromversorgung durch Windkraft zu bestreiten. Das sind Ergebnisse des halbjährlich erscheinenden Global Wind Energy Outlook 2012 den der Verband Global Wind Energy Council (GWEC) zusammen mit Greenpeace und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veröffentlicht hat. Die Autoren des Reports gehen davon aus, dass die weltweit installierte Windenergiekapazität im Jahr 2020 die Marke von 1.150 Gigawatt erreichen könnte. Im letzten Jahr waren lediglich 238 GW Leistung installiert.
Wie aus dem Report hervor geht, werden Windenergie Anlagen bis Ende 2012 um weitere 40 GW auf dann 280 GW steigen. Das New Politics Scenario der IEA vermutet, dass die Gesamtkapazität bis 2020 587 GW betragen wird, also sechs Prozent des internationalen Stromverbrauchs.
Das GWEO Moderate Secanario prognostiziert, dass sie 759 GW und somit 7,7 bis 8,3 Prozent der weltweiten Stromversorgung ausmachen wird. Unter diesem Szenario wird das Wachstum auch über das Jahr 2020 hinaus weiter anhalten, um jährlich bis zu 100 GW. Im Jahr 2030 läge die Gesamtkapazität dann bei 1.600 GW. Bis zu 4.300 TWh Strom könnten alle weltweit installierten Windenergieanlagen dann erzeugen und 14,1 bis 15,8 Prozent der Stromnachfrage decken.
Das Advanced Scenario sagt vorher, dass die Windkraft sogar bis zu 1.150 GW bis 2020 erreichen kann und bis zu 2.500 GW bis zum Jahr 2030. Eine richtige Unterstützung der Politik vorausgesetzt. Das entspräche 11,7 bis 12,6 Prozent des globalen Stromverbrauchs im Jahr 2020 und fast 1,7 Billionen Tonnen Einsparung der CO2-Emissionen. 2030 würden unter diesem Szenario bereits bis zu 6.600 TWh Strom aus Windkraft erzeugt, die dann zwischen 22,1 und 24,8 Prozent des Strombedarfs decken würden.
⇒ Der Bericht erscheint in EUWID Neue Energien. Die als Printausgabe und E-Paper erscheinende Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen während der Energiewende.
Ausgabe 47/2012 von EUWID Neue Energien befasst sich auf dem Titel der EEG-Mittelfristprognose der Netzbetreiber. Die Ausgabe ist am 21. November erschienen und umfasst insgesamt 74 Nachrichten und Berichte zur Energiewende auf 32 Seiten.
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