Offshore-Stromproduktion in der EU um ein Drittel gestiegen
Die Leistung der Windenergieanlagen vor den Küsten der EU-Staaten ist im vergangenen Jahr um ein Drittel auf rund 5 GW gestiegen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit Verweis auf Angaben des Europäischen Windenergie-Verbands (EWEA) mitteilt, seien inzwischen 1662 Offshore-Turbinen am Netz – 300 mehr als noch im Jahr zuvor.
Zu dieser positiven Entwicklung der Offshore-Branche trug Deutschland allerdings einen weitaus kleineren Teil bei als geplant. Mit einem Anteil von 6 Prozent an der Gesamtleistung belegt Deutschland nur den vierten Rang. EU-weit führend ist mit großem Abstand Großbritannien (60 Prozent), gefolgt von Dänemark (18 Prozent) und Belgien (8 Prozent).
Grund für das mäßige Abschneiden Deutschlands seien die Probleme beim Anschluss der Offshore-Windparks an das Stromnetz, so die dpa weiter. So seien heute lediglich 280 der bis Ende 2012 geplanten 800 MW installiert.
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ sei der verzögerte Netzausbau auch der Grund einer Klage des dänischen Energiekonzerns Dong gegen den Übertragungsnetzbetreiber TenneT. Dong habe demnach ein Missbrauchsverfahren gegen TenneT bei der Bundesnetzagentur gestellt, weil es dem niederländischen Netzbetreiber nicht gelingt, den Windpark Borkum Riffgrund 2 an das deutsche Stromnetz anzuschließen. Trotz der 600 Mio. € starken Investition des japanischen Mitsubishi-Konzerns (EUWID 4/2013) fehlen TenneT die finanziellen Mittel um alle Windparks ans Netz zu bringen.
Trotz der positiven Zahlen beim EU-weiten Offshore Zubau sei die Branche insgesamt von erheblichen politischen Unsicherheiten und finanziellen Schwierigkeiten geprägt, erklärte EWEA-Experte Justin Wilkes der dpa. „Europa (...) könnte noch mehr Jobs schaffen, wenn die Regierungen den Investoren mehr Zuverlässigkeit böten und die Netzanschlussprobleme lösten“, so Wilkes weiter.
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Ausgabe 4/2013 von EUWID Neue Energien befasst sich mit einem Statusbericht von Bloomberg New Energy Finance zur Investitionstätigkeit an den weltweiten Märkten für erneuerbare Energien im Jahr 2012. Die Ausgabe ist am 23. Januar erschienen und umfasst insgesamt 87 Nachrichten und Berichte zur Energiewende auf 28 Seiten.
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