|  
Systemtransformation» weitere Meldungen

Tennet und TransnetBW stellen Antrag für ersten Südlink-Abschnitt bei Bundesnetzagentur

Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW haben jetzt für den ersten Abschnitt von Südlink den Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingereicht.
Bildquelle: Tennet
20.03.2017 − 

Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW haben jetzt für den ersten Abschnitt von Südlink den Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingereicht. „Mit dem Einreichen des Antrags bringen wir eines der zentralen Projekte für das Gelingen der Energiewende, die Windstromleitung Südlink, auf den Weg. Sichere Netze sind die Voraussetzung für eine stabile Stromversorgung und damit Grundlage einer funktionierenden Wirtschaft und Gesellschaft“, erklärte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH.

Das Einreichen der Antragsunterlagen auf Bundesfachplanung mit einem Netz an möglichen Erdkabel-Korridoren sei, so der Vorsitzende der Geschäftsführung von Transnet BW, Werner Götz, erst der Auftakt des Genehmigungsverfahrens. Im Rahmen des formellen Verfahrens würden jetzt alle Korridore gleichberechtigt detailliert vor Ort untersucht.

Lesen Sie auch:

Stromnetz: Tennet und TransnetBW stellen vorläufigen Vorschlagskorridor für Südlink vor

Bundesnetzagentur eröffnet bald Verfahren zu Südlink und Südostlink

EU investiert über 40 Mio. Euro in Windstrom-Trasse Südlink

Die verschiedenen Korridore werden, unabhängig von ersten Bewertungen, in den kommenden Jahren von Planungsbüros weiter untersucht. Erst nach Abschluss der Bundesfachplanung, voraussichtlich Ende 2018, werde ein 1.000 Meter breiter Erdkabel-Korridor von der Bundesnetzagentur für die weitere Planung verbindlich festgelegt. Im sich daran anschließenden Planfeststellungsverfahren werde dann der genaue Verlauf des Erdkabels innerhalb dieses Korridors gesucht, heißt es in einer Mitteilung von Tennet. Zahlreiche Hinweise von Gemeinden, Bürgern und Verbänden, die Tennet und TransnetBW im Rahmen der informellen Beteiligungsphase erhalten haben, seien in den Antrag eingeflossen. So sei das Netz an 28 Stellen angepasst worden.

Bevor die BNetzA Antragskonferenzen im Rahmen des Verfahrens zur Bundesfachplanung in den einzelnen Bundesländern einberuft, werden die Vorhabenträger in den von Südlink berührten Landkreisen in Antragsworkshops über die Inhalte des Antrags sowie die Beteiligungsmöglichkeiten im formellen Verfahren informiert, heißt es. Der vollständige Antrag findet sich im Internet auf den Seiten www.tennet.eu sowie www.transnetw.de.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Kampagne „Klima First“ fordert von Parteien mehr Engagement bei der Energiewende

GP Joule: Sektorkopplung in Schleswig-Holstein machbar  − vor