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„Sektorkopplung nicht nur als Elektrifizierung von Wärme und Verkehr begreifen“

Der BDEW hat ein Thesenpapier zur Sektorkopplung vorgestellt. EUWID Neue Energie greift die Debatte um die Ausgestaltung der Sektorkopplung auf dem Titel von Ausgabe 19/2017 auf.
EUWID Neue Energie 19/2017
10.05.2017 − 

In der Debatte um die Ausgestaltung der Sektorkopplung hat sich jetzt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit einem Zehn-Thesen-Papier zu Wort gemeldet. Der BDEW betont darin einmal mehr seinen Blick auf die wichtige Rolle der Gas- und Wärmenetzinfrastruktur für die Sektorkopplung. Es wäre „verfehlt, Sektorkopplung allein als eine Elektrifizierung der Bereiche Wärme und Verkehr zu betrachten“, sagt Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Branchenverbands.

Die Thesen des BDEW zum Thema Sektorkopplung werden auf dem Titel von EUWID Neue Energie 19/2017 vorgestellt und diskutiert. Die Publikation befasst sich in dieser Woche mit 74 Nachrichten, Berichten und Analysen mit den Umbauprozessen an den Energiemärkten auf dem Weg zum Energiesystem der Zukunft. Der Überblick über sämtliche Themen der Ausgabe kann hier abgerufen werden.

Kapferer: Gasinfrastruktur ist der notwendige Langzeitspeicher der Energiewende

„Die Gasinfrastruktur ist der notwendige Langzeitspeicher der Energiewende“, sagt Kapferer. Der Einsatz von Erdgas in hochflexiblen Anlagen mache aus dem Energieträger den „natürlichen Komplementär“ der erneuerbaren Energien.

Dem Elektrifizierungsansatz bei der Sektorkopplung näher als der BDEW steht der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne). Dafür sei aber eine Reform des Abgabe- und Umlagesystems erforderlich. „Wir müssen den Strompreis entlasten und den fossilen Energieverbrauch demgemäß stärker belasten, damit Anreize entstehen, in klimaschonende Techniken zum Heizen und Fahren zu investieren“, sagt bne-Geschäftsführer Robert Busch.

Der Verband hat gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ein aktualisiertes Gutachten erarbeitet, das eine schrittweise Umverteilung der EEG-Umlage auf den Endenergieverbrauch für Wärme und Verkehr vorsieht.

Lesen Sie auch das EUWID-Dossier zur Sektorkopplung:

Sektorkopplung: Warum jetzt? Wer gewinnt und wer verliert

Weitere Themen in EUWID Neue Energie 19/2017:

  • Viessmann-Tochter Schmack Biogas zieht sich aus Anlagenbau zurück: Die Schmack Biogas GmbH zieht sich aus dem Geschäft der Planung und der Errichtung neuer Biogasanlagen zurück. Das teilte die Viessmann Group, Allendorf, als Muttergesellschaft von Schmack Biogas mit.
  • E.ON, Vattenfall, innogy und EnBW finden immer mehr Gefallen am Thema Solarstrom: Das einst belächelte Geschäft mit der Photovoltaik spielt bei den großen Energiekonzernen eine immer größere Rolle. E.ON will den Endkundenmarkt noch intensiver bearbeiten und kooperiert dabei künftig mit Google.
  • Studie: Digitalisierung als Treiber für Investitionen in die Energiewende: Eine aktuelle Studie des Beratungshauses Frost & Sullivan beleuchtet die Trends am globalen Energiemarkt. Die Marktforscher zeigen, dass die Digitalisierung die große Antriebsfeder von Investitionen in die Energiewende ist.
  • Wahlgewinner Macron will weitgehend am energiepolitischen Kurs festhalten: Mit Emmanuel Macron hat sich in Frankreich ein Präsidentschaftskandidat durchgesetzt, der sich für die Klimaziele von Paris einsetzen will. Allerdings gehen seine Pläne kaum über die bereits bestehenden Ziele hinaus.

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