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Energieversorger haben bei Digitalisierung noch Nachholbedarf

Einer Studie zufolge haben die meisten deutschen Energieversorger die Chancen der Digitalisierung erkannt, nutzen ihre Potenziale bislang allerdings nicht hinreichend.
Bildquelle: Rödl & Partner
16.02.2017 − 

Die meisten deutschen Energieversorger haben die Chancen der Digitalisierung erkannt, nutzen ihre Potenziale bislang allerdings nicht hinreichend. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner in ihrer aktuellen Studie „Geschäftsprozesse und IT im Unternehmen transformieren – Potenziale nachhaltig nutzen". Der vollständige Artikel ist in der kommenden Ausgabe von EUWID Neue Energie zu lesen.

Die IT-Infrastruktur weist der Studie zufolge oft einen nur geringen Reifegrad auf. Gleichzeitig verfüge jeder dritte Energieversorger über keinerlei IT-Strategie, um diese Herausforderung zu adressieren. Ein erheblicher Handlungsbedarf bestehe  auch bei der Digitalisierung und Automatisierung der Geschäfts- und Sachbearbeitungsprozesse. Dabei gelte: Je kleiner das Unternehmen, umso größer die Defizite.

„Obwohl 70 Prozent der Energieversorger der Digitalisierung künftig eine große Bedeutung beimessen, beobachten wir erheblichen Nachholbedarf bei der Umsetzung", sagt Anton Berger, der bei Rödl & Partner den Bereich Energiewirtschaft leitet. Nur bei jedem zweiten Energieversorger sei die digitale Transformation Chefsache. Doch nur, wenn die Führungsebene bei diesem Thema entschieden vorangehe, könnten die Mitarbeiter folgen. Laut der Studie verantwortet die Geschäftsleitung bei 49 Prozent der Energieversorger die Digitalisierung. 46 Prozent der Unternehmen überlassen entsprechende Initiativen den Fachabteilungen und fünf Prozent der Befragten wissen überhaupt nicht, wer in ihrer Organisation die Digitalisierung verantwortet. Dieser Befund alarmiere insbesondere mit Blick auf die interne digitale Reife der Unternehmen.

Der Branchenverband Bitkom sieht im Zuge der digitalen Energiewende ein großes Potenzial für neue Geschäftsmodelle.

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