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Elektromobilität: OMV steigt bei Verbund-Siemens Joint Venture Smatrics ein

OMV und Verbund kooperieren bei den Zukunftsthemen im Energiebereich.
Bildquelle: estations- Fotolia
02.05.2017 − 

Die beiden großen österreichischen Energieunternehmen OMV und Verbund kooperieren bei den Zukunftsthemen im Energiebereich und setzen dabei auf die Themen Elektromobilität, grüner Wasserstoff und die Stärkung der Versorgungssicherheit. Wie es in einer Mitteilung von Verbund heißt, wollen das internationale, integrierte Öl- und Gasunternehmen OMV und der Stromerzeuger die gegenwärtigen großen energiepolitischen Herausforderungen gemeinsam meistern.

OMV werde bei Smartrics, einem Joint Venture von Verbund und Siemens, mit einer Beteiligung von 40 Prozent einsteigen. Smatrics ist ein Komplettanbieter für Dienstleistungen rund um die Elektromobilität und betreibt als erster Anbieter ein flächendeckendes Hochleistungs-Ladenetz in ganz Österreich mit Ladestationen im Umkreis von rund 60 km, die zu 100 Prozent aus Grünstrom von Verbund gespeist werden, heißt es.

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Inzwischen umfasst das Ladenetz von Smatrics rund 400 Ladepunkte in ganz Österreich. 49 davon befinden sich bereits jetzt an OMV Standorten in Österreich, sechs weitere in Bayern. Im ersten Schritt liegt der Hauptfokus am weiteren Ausbau des Netzes in Österreich und Deutschland, in weiterer Folge wird eine mögliche Expansion in den Ländern Tschechien, Slowakei, Slowenien und Ungarn geprüft. Die übrigen Anteile an Smartrics werden von Verbund und Siemens gehalten.

In Österreich wollen OMV und Verbund bei Zukunftsthemen kooperieren

Mit der Beteiligung an Smatrics engagiere sich OMV in einem neuen und schnell wachsenden Technologiebereich, biete den Kunden verstärkt eine zusätzliche alternative Mobilitätsleistung und gehe damit einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energiezukunft, erklärte OMV-Vorstand Manfred Leitner: „Gemeinsam mit Verbund arbeiten wir an weiteren Projekten, um die Versorgungssicherheit und Effizienz unserer Raffinerien zu steigern und erneuerbare Energien einzusetze.“

Schon heute gebe es Wasserstoff-Tankstellen in Wien, Innsbruck, Linz und Graz. Eine zusätzliche Station soll noch vor dem Sommer in Wiener Neudorf erfolgen. Weitere fünf OMV Wasserstoff-Tankstellen sind bereits in Bayern in Betrieb. Zudem forscht die OMV gemeinsam mit Partnern im niederösterreichischen Auersthal an der Erzeugung von Wasserstoff aus Windkraft und an der Universität Cambridge an neuen Wegen zur Produktion von Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenlicht.

Bisher gibt es Wasserstoff-Tankstellen in Wien, Innsbruck, Linz und Graz

Zudem werden gemeinsame Lösungsansätze von OMV und Verbund evaluiert, die die Versorgungssicherheit der Raffinerien stärken sollen. Die zusätzliche Absicherung könne z.B. durch alternative Versorgungskonzepte und Batteriesysteme erfolgen. Weitere Ergebnisse werden für Sommer dieses Jahres erwartet. Teil der Energie-Kooperation sind energienahe Dienstleistungen wie der Verbund-Power-Pool. Diese Demand-Side-Management-Lösung soll zum Einsatz kommen, um die kurzfristigen Schwankungen im Stromnetz durch die Nutzung von Erzeugungs- und Verbrauchsflexibilitäten auszubalancieren.

Potenziale für Grünstrom und grünen Wasserstoff nutzen sowie Energiedienstleistungen einsetzen

Der Vorstandsvorsitzende von Verbund, Wolfgang Anzengruber, erklärte. „Gemeinsam werden wir die Potenziale für Grünstrom und grünen Wasserstoff nutzen, Energiedienstleistungen einsetzen und der Elektromobilität einen kräftigen Schub geben.“ Mit den starken Investoren OMV, Siemens und Verbund werde Smartrics die Marktführerschaft in Österreich weiter ausbauen und grenzenloses elektromobiles Reisen in Europa ermöglichen.

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