|  
Systemtransformation» weitere Meldungen

Bne begrüßt den Beschluss des Bundesrates zu Energiespeichern

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) begrüßt den heutigen Beschluss des Bundesrates zur Entwicklung und zum Ausbau von Energiespeichern ausdrücklich.
Bildquelle: Bundesrat
10.02.2017 − 

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) begrüßt den heutigen Beschluss des Bundesrates zur Entwicklung und zum Ausbau von Energiespeichern ausdrücklich. Es sei richtig, dass der Bundesrat in seinem Beschluss den Fokus auf alle bestehenden Flexibilitätsoptionen ausgeweitet habe, also etwa auf Anwendungen in der Industrie und im Wärmemarkt, erklärte bne-Geschäftsführer Robert Busch. Insbesondere im Wärmemarkt sei das derzeitige Abgaben- und Umlagesystem, das Strom im Vergleich zu fossilen Energieträgern einseitig belaste, ein großes Hindernis für sinnvolle Wärmestromanwendungen auf Basis erneuerbarer Energien.

In seiner Entschließung zur Unterstützung der Forschung, Entwicklung und Markteinführung von elektrischen Energiespeichern (Drs. 739/16) betont der Bundesrat, dass es dabei nicht nur um Pumpspeicher, sondern insbesondere auch um elektrische Energiespeicher gehe. Dabei erinnert die Länderkammer an ihre Beschlüsse zum Strommarktgesetz, in denen sie den dringenden Handlungsbedarf bei der Entwicklung von Speichern bereits deutlich gemacht hatte (BR-Drs. 542/15 und BR-Drs. 356/16 (B)). Die Bundesregierung solle deshalb eine Speicherstrategie entwickeln, die sowohl die langfristige Planung von großen als auch den Ausbau von kleinen dezentralen Speichern umfasse, der sich schneller realisieren lasse. Da diese Planungen eine lange Vorlaufzeit hätten, müssten sie rechtzeitig angegangen werden.

Erforderlich sei zudem eine Strategie, um die verschiedenen Speichertechnologien kosteneffizient auf den Markt zu bringen. Auch der Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für Stromspeicher ist nach Ansicht des Bundesrates entscheidend, um die Technologieführerschaft Deutschlands sicherzustellen. Die Entschließung werde nun der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheide, ob sie das Anliegen der Länder aufgreifen möchte. Feste Fristen für die Behandlung innerhalb der Bundesregierung gebe es nicht.

Speichertechnologien sind ein integraler Bestandteil der Energiewende, sie seien schon jetzt notwendig, um die fluktuierende Erzeugung von erneuerbaren Energien auszugleichen, heißt es seitens des bne. Zudem könnten sie den Netzausbaubedarf mindern. Die Belastung des eingespeicherten Stroms mit Letztverbraucherabgaben sei ein Hemmnis für die Wirtschaftlichkeit vieler dezentraler Speicherprojekte und gehöre daher richtigerweise abgeschafft.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − EU-Kommission: Grünes Licht für deutsche Elektroauto-Infrastruktur

Projekt R2RBattery untersucht Aluminium-Ionen-Batterien  − vor