Solarförderung, E-Mobilität und Speicher Kernthemen der Intersolar Europe
Zu den großen Themen der Branchenleitmesse Intersolar werden im laufenden Jahr neben der Produktion und Speicherung von Solarstrom auch die Elektromobilität sowie die Debatte um die Solarförderung in Deutschland zählen.
Weiteres Thema der Diskussionen auf der weltgrößten Solarmesse dürfte vor dem Hintergrund der Solarkrise in Deutschland auch der Streit mit China um Staatshilfen und eine Verzerrung des Wettbewerbs durch subventionierte chinesische PV-Konzerne stehen.
In Sachen Solarförderung kommt pünktlich zur Messe der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat in Berlin zusammen. Konkretes wird noch nicht erwartet, das Lager der besonders betroffenen ostdeutschen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen klang jedoch nach einem Spitzengespräch mit Bundesumweltminister Peter Altmeier (CDU) optimistisch. Die Bundesländer hatten die ursprünglichen Pläne der Bundesregierung im Bundesrat mit einer Zweidrittelmehrheit gekippt, so dass jetzt eine Abmilderung wahrscheinlich ist.
Die Veranstalter der Intersolar Europe erwarten rund 2.000 Aussteller, die zwischen dem 13. und 15. Juni in München ihre Produkte und Dienstleistungen einem Publikum von mehr als 80.000 Interessierten präsentieren werden. Die Ausstellungsfläche beläuft sich den Angaben zufolge auf 170.000 m².
Erstmals steht auch das Thema Elektromobilität im Zentrum der Aufmerksamkeit der Intersolar. Eine neue Sonderschau mit dem Titel „PV und E-Mobility“ informiert über mobile Speichertechnologien und präsentiert Kombinationen von PV-Carports, Ladestationen und Elektrofahrzeugen. Zusätzlich zu den einzelnen Lösungen stellt die Intersolar Europe nach Angaben der Messeveranstalter dabei auch die größeren Zusammenhänge her und zeigt, wie Stromspeicherung und Netzintegration mit der effektiven Nutzung des eigenen Solarstroms zusammenspielen können.
Elektrofahrzeuge spielen eine wichtige Rolle für die Energieversorgung der Zukunft, denn ihre Batterien speichern Elektrizität und können damit das Stromnetz stabilisieren. Eine intelligente Steuerungstechnik lädt die Batterien, wenn genügend preiswerter Strom zur Verfügung steht. Zu Spitzenzeiten, wenn die Netzkunden viel Strom verbrauchen, kann der gespeicherte Strom dann kurzzeitig als Puffer genutzt werden. Da vor allem Privatfahrzeuge 90 Prozent der Zeit auf dem Parkplatz stehen, eröffnen sich damit enorme Potenziale, um Lastspitzen auszugleichen.
Möglichkeiten zur Einbindung von Solarstrom in Gesamtsysteme auf der Grundlage der Elektromobilität bieten unter anderem PV-Carports. Spezielle Ladeboxen stimmen bei PV-Carports die Ladezeiten der Elektrofahrzeuge mit der Stromerzeugung der Photovoltaikanlage ab. Eine Anlage mit drei Kilowatt Leistung reicht dabei aus, um genügend Strom für eine Fahrleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr zu liefern. Bislang müssen die Nutzer ihr Fahrzeug zum Aufladen über ein Kabel mit einer Stromquelle verbinden. In Zukunft könnte induktives und damit kabelloses Laden eine interessante Alternative darstellen.
Den aktuellsten Stand der Technik und das Zusammenspiel der einzelnen Elemente zeigt die neue Sonderschau „PV und E-Mobility“ auf dem Freigelände der Intersolar. Mit insgesamt 11 Partnern präsentiert die Messe PV-Carports, Ladestationen und Elektrofahrzeuge.
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