|  
Solarenergie» weitere Meldungen

Conergy übernimmt Auszubildende von First Solar in Frankfurt/Oder

Der Solarkonzern Conergy übernimmt Auszubildende von First Solar in Frankfurt an der Oder.
Quelle: Conergy
17.07.2012 − 

Der Solarkonzern Conergy übernimmt nach der Werksschließung von First Solar in Frankfurt an der Oder mehrere der Auszubildenden zum Elektroniker für Betriebstechnik in seine Modulfertigung. Das gab das Unternehmen bekannt. Mit dem Fokus auf die Modulfertigung am Standort und der reduzierten Fertigungstiefe sieht sich Conergy auch „im anhaltend schwierigen Marktumfeld gut aufgestellt“.

Der zukünftige Fokus des Unternehmens liege nach einer entsprechenden strategischen Neuausrichtung im vergangenen Jahr auf den weltweiten Vertriebsaktivitäten und dem „immer wichtiger werdenden“ Servicegeschäft. Diese Bereiche will Conergy künftig weiter ausbauen und das Geschäft in bestehenden Märkten ausweiten sowie neue Märkte erschließen. Gleichzeitig hat Conergy seine Fertigungstiefe reduziert. Zum einen hat die Gruppe seine Elektroniktochter voltwerk electronics an den Boschkonzern verkauft. Zum anderen konzentriert sich das Solarunternehmen in Frankfurt (Oder) auf die Modulfertigung, während die nicht mehr profitable Zell- und Waferfertigung derzeit ruhen.

Die Zellen bezieht die Gruppe von Lieferanten aus Asien. Conergy kann die Zellen eigenen Angaben zufolge binnen 24 Stunden aus Asien einfliegen und unmittelbar verbauen. Ein importiertes Modul wäre dagegen rund sechs Wochen auf dem Schiff unterwegs. Das berge im volatilen Marktumfeld „hohe Risiken“. 2011 etwa seien die Preise in einem sechswöchigen Zeitraum um bis zu 15 Prozent gefallen, so dass ein Modul bei der Ankunft bereits erheblich an Wert verloren hätte. Ein weiterer Pluspunkt der Vorgehensweise ergebe sich aus dem wesentlich geringeren Gewicht und Volumen der Zellen. So spare Conergy rund die Hälfte der Transportkosten.


Die Meldung erscheint in EUWID Neue Energien. Die als Printausgabe und E-Paper erscheinende Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen während der Energiewende.

Die Ausgabe 28/2012 von EUWID Neue Energien ist am 11. Juli 2012 erschienen. Der Titelbericht analysiert die jetzt von der Bundesnetzagentur vorgelegte Kraftwerksliste. Insgesamt umfasst die Ausgabe 90 Nachrichten und Berichte zur Energiewende auf 28 Seiten.

Testen Sie jetzt EUWID Neue Energien im kostenlosen All-in-One-Paket: 3 Ausgaben EUWID Neue Energien (Print/Online) + Zugriff auf das Archiv + E-Paper Energieeffizienz.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Q-Cells-Gläubiger einstimmig für Fortführung des Unternehmens

Centrotherm: Amtsgericht Ulm gibt grünes Licht für Schutzschirmverfahren  − vor