BSW-Solar: Deutschland betreibt rund 1,8 Mio. Solarwärme-Anlagen
Ende 2012 waren in Deutschland rund 1,8 Mio. Solarwärme-Anlagen in Betrieb. Jeder Fünfte heizt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bereits mit Solarthermie im Neubau. Zudem nutzt ein Drittel der neuen Büroimmobilien eine Solarwärme-Anlage zur Heizungsunterstützung. Darauf verweist der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Eine Sonnenheizung könne in Kombination mit einem modernen Heizkessel gegenüber einer alten Öl- oder Gasheizung die Heizkosten um die Hälfte senken, teilte der Verband in Berlin mit.
In deutschen Haushalten entfällt mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs auf die Wärmeproduktion, erklärte der Verband. Rund 30 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes entfielen allein auf Heizung und Warmwasserbereitung. Jedoch heizten 87 Prozent der Haushalte im Wohnungsbestand mit veralteter Technik. Weil sich ein Solarwärme-System mit anderen Heizsystemen optimal kombinieren lasse, sei die Sonnenheizung allerdings immer beliebter geworden.
Darüber hinaus herrsche nun Klarheit bei den Rahmenbedingungen für eine Heizungsmodernisierung, hieß es seitens des BSW-Solar weiter. So bezuschusse der Staat den Kauf einer Sonnenheizung mit mindestens 1.500 €. Das gescheiterte Vermittlungsverfahren zur steuerlichen Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen bezeichnete der Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, Carsten Körnig, als „vertane Chance für den Klimaschutz, den schnelleren Ausbau der Solarwärme und die regionale Wertschöpfung“. Dennoch sei klar: „Die Zuschüsse vom Staat sind hochattraktiv.“ Das Warten auf eine noch bessere Förderung sei sinnlos, erklärte Körnig.
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