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"Welt": Stromtrassen der Deutschen Bahn für Netzausbau nutzbar

02.07.2012 − 

Das Stromnetz der Deutschen Bahn (DB) kann in den geplanten Ausbau der Netzinfrastruktur einbezogen werden. Das geht aus einem Auftragsgutachten der Bundesnetzagentur hervor, von dem die Zeitung „Die Welt“ berichtet und das heute vorgestellt werden soll.

Demnach sind die bestehenden Bahnstromtrassen im Rahmen des Netzausbaus nutzbar – allerdings mit Einschränkungen. Durch eine räumliche und technische Mitnutzung sowie durch eine Bündelung bestehender Bahnstromtrassen mit neuen überörtlichen Energieleitungen ergäben sich jedoch Vorteile und Synergieeffekte, da allein schon der landschaftliche Flächenverbrauch geringer ausfallen würde.

Allerdings wäre der Aufwand groß, die Bahnstromtrassen in den Netzausbau einzubeziehen, so die Zeitung. Das rund 7.750 Kilometer lange Stromnetz werde mit 16,7 Hertz betrieben, so dass der Strom für Haushalte oder Industriebetriebe nicht ohne weiteres durchgeleitet werden könne. Zudem sei das Bahnstromnetz ein Verteiler- und Ausgleichsnetz, in dem eine großräumige Stromübertragung nicht stattfinde. Eine Parallelführung von Bahn- und Hochspannungsleitungen sei daher in erster Linie auf kürzeren Strecken bis etwa 50 km machbar, heißt es laut „Welt“ in dem Gutachten.

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Weiter empfehlen die Gutachter dem Zeitungsbericht zufolge, Bahn- und öffentlichen Strom aus wirtschaftlichen Gründen auf gemeinsamen Masten zu verlegen. „Hierfür wären störungsarme Umbaulösungen nötig, da vorhandene Bahnstromfreileitungsmaste durch neue kombinierte Maste ersetzt werden müssten“, zitiert „Die Welt“ das Gutachten. Hierfür bedürfe es jedoch innovative Mastsysteme, die noch entwickelt werden müssten.


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