Vodafone folgt Telekom in den Markt für virtuelle Kraftwerke
Nach der Deutschen Telekom will auch der britische Konkurrent Vodafone den Markt für virtuelle Kraftwerke erschließen. Zukünftig werde der Konzern Unternehmen und Stadtwerken Lösungen zum Aufbau entsprechender koordinierter Ansätze zur Optimierung von Energieangebot und -nachfrage anbieten.
„Wir gehen jetzt in erste Gespräche mit Stadtwerken und Unternehmen“, sagte der für die Geschäftskunden zuständige Vodafone-Manager Jan Geldmacher dem „Handelsblatt“. Derzeit würden Mitarbeiter für die Energieberatung ausgebildet.
Vodafone nutzt den Mobilfunk inzwischen für das eigene Energiemanagement und hat 24.000 Smart Meter in Mobilfunkstationen, Rechenzentren, eigenen Shops und Büros installiert. Diese messen den Strom viertelstündlich, die Daten werden erfasst, ausgewertet und abgerechnet. Die Briten können ihren Strombedarf so effektiver steuern und bei den Energieversorgern günstigere Tarife aushandeln. Die Stromkosten des Konzerns sanken deshalb nach eigenen Angaben bislang um rund 13 Prozent.
„Für uns selber ist es ein Erfolgsmodell. Mal schauen, wie es sich im Markt durchsetzt“, sagte Geldmacher. Vor dem Hintergrund fallender Margen im klassischen Telefoniegeschäft bietet der Energiemarkt neue und andere Perspektiven.
Die Deutsche Telekom hatte im April ein Angebot im Bereich virtueller Kraftwerke an den Markt gebracht (EUWID 16/2012). Partner dafür sind der Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) Motoren AT und der Spezialist für Energie-Kommunikation GreenCom Networks. Wie die Deutsche Telekom seinerzeit mitteilte, besteht das Angebot aus Einbau und Wartung von Mikro-BHKW, der Fernsteuerung für den Energieversorger sowie einem Webportal für den Immobilienbesitzer.
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Ausgabe 22/2012 von EUWID Neue Energien ist am 31. Mai erschienen. Der Titelbericht befasst sich mit der Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik. Insgesamt umfasst die Ausgabe 87 Nachrichten und Berichte zur Energiewende auf 28 Seiten.
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