VDI: Netzausbau und Speicherkapazitäten für das Gelingen der Energiewende entscheidend
Der Netzausbau und die Erhöhung der Speicherkapazitäten sind entscheidende Voraussetzungen für die Energiewende. Zu diesem Schluss kommt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in seinem Statusreport 2012 zur Situation der Erneuerbaren in Deutschland.
Die Optimierung von Netzen und Speichern sei unerlässlich, um belastbare Prognosen über Preis- und Kapazitätsentwicklungen abgeben zu können. Diese seien wiederum für potenzielle Investoren bedeutsam. Ferner müsse das Zusammenwirken von regenerativen Energien, konventionellen Kraftwerken und Stromnetzen verbessert werden. Ansätze hierfür identifiziert der VDI beim Ausbau intelligenter Netze (Smart-Grids), bei virtuellen Kraftwerken und im Lastmanagement.
Die Ingenieure loben ausdrücklich das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und schreiben ihm auch künftig eine zentrale Bedeutung zu. Das EEG habe bereits für eine „beachtliche technische Weiterentwicklung“ gesorgt und werde auch in Zukunft für den Ausbau der Erneuerbaren eine wichtige Rolle spielen. Notwendig sei jedoch eine „stetige Anpassung an den erreichten Stand der Technik und die jeweilige Marktentwicklung.“
Die besten Aussichten sieht der VDI bei der Windkraft und der Solarenergie. Der Anteil regenerativer Energie am deutschen Bruttostromverbrauch stieg 2011 auf 20 Prozent – davon stammten 38 Prozent (46,5 TWh) aus Windturbinen und 16 Prozent (19 TWh) aus Photovoltaikanlagen.
Entscheidend für die Zukunft der Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen in Deutschland ist die Anbindung an das Stromnetz. Der VDI sieht im Ausbau der Netze den Schlüssel: „Der Netzausbau ist das wesentliche Instrument zur Realisierung der Netzintegration von erneuerbaren Energien. Im Vergleich zu allen anderen Lösungen stellt er ein wirtschaftliches und technisches Optimum dar“, heißt es im VDI-Report.
Die Ingenieure warnen davor, tagespolitische Überlegungen den langfristig angelegten Förderprogrammen vorzuziehen – ansonsten laufe Deutschland Gefahr, die „industrie- und wirtschaftspolitische Chance“ der Energiewende auszulassen und das Projekt in Gänze zum Scheitern zu bringen.
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Ausgabe 49/2012 von EUWID Neue Energien befasst sich auf dem Titel mit einem Überblick über den europäischen Markt die Energieerzeugung aus fester Biomasse. Die Ausgabe ist am 5. Dezember erschienen und umfasst insgesamt 76 Nachrichten und Berichte zur Energiewende auf 28 Seiten.
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