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UFOP: Beimischung höherer Biodieselanteile wird zulässig

UFOP: Beimischung höherer Biodieselanteile wird zulässig
Quelle: UFOP
07.12.2015 − 

Das Deutsche Normungsinstititut, DIN, hat Anfang Dezember 2015 die Norm zur Verwendung von Biodiesel als Beimischungskomponente in Anteilen von bis zu 20 (B20) bzw. 30 Volumenprozent (B30) veröffentlicht. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) begrüßt die Bekanntgabe außerordentlich, weil damit eine entscheidende Voraussetzung für die Beimischung höherer Biodiesel-Anteile in Dieselkraftstoff geschaffen wird. Gemäß der aktuellen Dieselkraftstoffnorm DIN EN 590 ist eine Beimischung von maximal sieben Volumenprozent zulässig.

Allerdings gibt es bei der höheren Beimischung auch Einschränkungen. B20 und B30 dürfen der europäischen Norm zufolge nur in sogenannten geschlossenen Kraftfahrzeugflotten eingesetzt werden. Die Anwendung ist daher besonders auf Flotten im Schwerlastverkehr ausgerichtet. Hier müssen nicht nur die nach wie vor einzuholenden Freigaben der Fahrzeugsteller beachtet werden. Es muss auch auf eine entsprechende Lagerhaltung im Hinblick auf die Verwendung von Sommer- und Winterqualität geachtet werden, so der Verband.

Aus Sicht der UFOP ist die Verwendung von B20 bzw. B30 eine wichtige Kraftstoffoption zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs angesichts der äußerst ambitionierten Zielsetzung im Rahmen des Klimaschutzaktionsplans 2050 der Bundesregierung. Der Einstieg in die Nutzung von B20 und B30 sei gemessen an dieser Zielsetzung unumgänglich, wenn langfristig weitere, bisher nicht erkennbar wirtschaftliche Biokraftstoffalternativen aus Reststoffen oder Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (Power-to-Gas oder Power-to-Liquid) als Ergebnis eines technologie- und rohstoffoffenen Wettbewerbs eingeführt werden sollen. Die Erfahrungen mit B100 hätten zudem gezeigt, dass die gemäß der Norm zu beachtende sachkundige Wartung der Fahrzeugflotten im Schwerlastverkehr sichergestellt ist.

Die Norm DIN EN 16709 muss bis April 2016 in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland muss die Norm demnach in der Verordnung über die “Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen“ (10. BImSchV) veröffentlicht werden. Die Norm kann im Beuth-Verlag unter www.mybeuth.de bezogen werden.

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