toptarif.de: Nächste Welle der Strompreiserhöhungen rollt
Nachdem zum Jahreswechsel bereits mehr als 740 Stromanbieter ihre Preise im Schnitt um 12,0 Prozent erhöht haben, wird es in den kommenden Wochen bei zahlreichen weiteren Versorgern ebenfalls teurer. Wie eine bundesweite Strompreisanalyse des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de zeigt, planen bislang 74 weitere Unternehmen im Februar und März Preiserhöhungen von durchschnittlich 12,1 Prozent.
Für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh bedeuteten die steigenden Strompreise im Februar und März eine jährliche Mehrbelastung von durchschnittlich 127 €. In der Spitze werden sogar bis zu 200 € pro Jahr mehr fällig.
„Von den anstehenden Preiserhöhungen sind in den kommenden Wochen rund acht Millionen Haushalte betroffen“, sagte Daniel Dodt, Energieexperte bei toptarif.de. „Wir erwarten, dass spätestens im Frühjahr nahezu alle Stromanbieter Preisänderungen vorgenommen haben werden.“
Nachdem bereits zum Jahreswechsel drei der größten deutschen Versorger, E.ON (+8,4 Prozent bis +13,1 Prozent Prozent), Vattenfall (+13,5 Prozent bis +13,6 Prozent) und EWE (+13,7 Prozent), die Strompreise angehoben haben, folgen im Februar die EnBW (+10,6 Prozent) und im März die RWE (+10,4 Prozent).
Darüber hinaus drehen weitere große Versorger in den kommenden beiden Monaten an der Preisschraube, wie beispielsweise die N-Ergie in Nürnberg (+11,4 Prozent) oder die Stadtwerke in München (+14,9 Prozent), Hamm (+12,0 Prozent) und Osnabrück (+13,1 Prozent). Auch für April sind bereits erste Erhöhungen, unter anderem bei der Kölner RheinEnergie (+8,4 Prozent) bekannt. Insgesamt haben seit Jahresbeginn rund 820 Versorger Preissteigerungen im laufenden Jahr vorgenommen oder angekündigt, berichtet das Portal
Ursache für die derzeitige Erhöhungswelle seien die gestiegenen staatlichen Abgaben und Umlagen im Zuge der Energiewende, sagte Dodt. „Mittlerweile dürften mehr als 50 Prozent des Endkundenpreises auf Steuern, Pflichtabgaben und -umlagen entfallen, die von den Versorgern an die Verbraucher weitergereicht werden.“
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