März: "Unsicherheitsfaktor" Norbert Röttgen und Details zum Solarzubau
Im März berichtete EUWID Neue Energien über den „Unsicherheitsfaktor“ Norbert Röttgen, der als Bundesumweltminister und CDU-Spitzenkandidat in NRW zwischen dem Landtagswahlkampf und dringenden Fragen zur Energiewende stand. Auch der Solarzubau wurde im März thematisiert:
Röttgen-Diskussion verstärkt Unsicherheit bei Energiewende und Solarkürzung
Zu den Fragen um Zeitpunkt, Höhe und Wirkung der geplanten Kürzung der Solarförderung tritt mit der Personalie Norbert Röttgen ein weiterer Unsicherheitsfaktor in die aktuelle Diskussion um die Ausgestaltung der Energiewende. Ein Umweltminister, der in einer kritischen Phase der Energiewende aufgrund des anstehenden Wahlkampfs in Nordrhein-Westfalen nicht mit voller Kraft für sein Amt zur Verfügung steht, könnte sich als zusätzliche Belastung für die ohnehin schleppende Weichenstellung beim Umbau des Energiesystems erweisen.
Solarzubau 2011: Fast ein Drittel der neuen PV-Leistung in Megawatt-Solarparks errichtet
Die Bundesnetzagentur hat Detaildaten für den Photovoltaikzubau in Deutschland im vergangenen Jahr veröffentlicht. Wie eine EUWID-Auswertung auf der Basis der Zahlen der BNetzA ergibt, entfallen auf 645 Anlagen im Megawatt-Bereich (0,3 Prozent des Gesamtzubaus) fast 31 Prozent der neu installierten Leistung. Insgesamt sind im letzten Jahr 238.719 Anlagen bzw. Anlagenabschnitte bei der Netzbehörde gemeldet worden. Die Gesamtleistung des Solarzubaus entspricht 7.485 MW. Allein im vierten Quartal belief sich die gemeldete PV-Leistung auf 4.128 MW, die sich auf 110.191 Anlagen oder Abschnitte von größeren Photovoltaik-Kraftwerken verteilen.
Die Topmeldungen im März aus den Bereichen Erneuerbare Energien/Energiewende, Bioenergie, Solarenergie, Windkraft und Geothermie:
Auf der Tagung „Energy Storage“ in Düsseldorf hat Umweltminister Röttgen, über dessen Zukunft derzeit heftig spekuliert wird, die Vorreiterrolle Deutschlands in der Energiewende hervorgehoben. Die Energiewende sei das Wirksamste, das Deutschland mit Glaubwürdigkeit und Kompetenz in die internationale Diskussion um Klimawandel und Ressourcenschonung einbringen könne, sagte er. „Die Welt schaut darauf, dass unser Land aus der Energiewende ein Erfolgsmodell macht.“
Im Bioenergiebereich bringt der aktuelle Entwurf zur Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) einige Änderungen und Klarstellungen mit sich. Eine Klarstellung besteht darin, dass Biodiesel auch künftig als Stützfeuerung in allen Zündstrahl-Blockheizkraftwerken möglich sein soll. Damit schließt der Entwurf eine Lücke im bisherigen Paragraph 27 des EEG 2012.
Die Fraktionsexperten der Regierungskoalition (CDU/CSU und FDP) haben sich auf die geplante Kürzung der Solarstromförderung geeinigt. „Es gibt eine Einigung“, sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP, Michael Kauch. Demnach verzichtet Schwarz-Gelb auf die geplanten Verordnungsermächtigungen, hält aber im Kern am Umfang der Kürzungen der Solarförderung fest.
Die Arbeitsgruppe „Beschleunigung der Netzanbindung von Offshore-Windparks“ hat den Ministerien für Wirtschaft und Umwelt in der vergangenen Woche erste Lösungsvorschläge präsentiert. „Aus Sicht der Arbeitsgruppe können die erarbeiteten Lösungsansätze die entstandenen Verunsicherungen bei den Investoren kurzfristig auflösen“, sagte Jörg Kuhbier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Offshore-Windenergie. „Wir haben zugesagt, dass wir noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen wollen, um die Haftungsfragen zu klären“, kündigten Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) anlässlich der Bekanntmachung der Vorschläge der „Beschleunigungs AG“ zum Netzausbau an.
Nach mehr als einjährigen Verhandlungen gibt es im Mediationsverfahren zur Nutzung von Geothermie in der Vorderpfalz ein Zwischenergebnis. Gefordert werden unter anderem eine rechtzeitige Beteiligung von Anwohnern vor dem Bau neuer Kraftwerke und genaue Untersuchungen des Untergrunds, bevor die ersten Bohrungen angesetzt werden.
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