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Erneuerbare Energien: Marktprämie erfreut sich weiter steigender Beliebtheit

Die Marktprämie gewinnt immer mehr Anhänger unter den Anlagenbetreibern.
Quelle: ÜNB
22.02.2012 − 

Die optionale Marktprämie erfreut sich weiter steigender Beliebtheit bei den Anlagenbetreibern. Wie die Übertragungsnetzbetreiber bekannt gaben, wurden für den Monat März insgesamt 19.462 MW Leistung aus erneuerbaren Energien für die Direktvermarktung nach §33b Nr. 1 angemeldet. Gegenüber dem Februar, als sich 17.007 MW Leistung für die Direktvermarktung angemeldet wurden, entspricht das einem Anstieg um 14,4 Prozent.

Die dominierende Rolle bei der Direktvermarktung spielt weiterhin die Onshore-Windenergie, auf die mit Blick auf die gemeldete Leistung mit 17.631 MW 90,6 Prozent der insgesamt über die Marktprämie vermarkteten Anlagen entfällt. Zuwächse verzeichnet auch der Biomassebereich (+9,5 Prozent auf 1.110 MW) und der Wasserkraftbereich (+10,7 Prozent auf 383 MW). Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichnet die Solarenergie. Die für das Marktprämienmodell gemeldete Photovoltaikleistung beläuft sich im Märze auf 166,76 MW und liegt damit knapp 80 Prozent über dem Februarniveau. Zuletzt hatte die Wattner-Gruppe angekündigt, zunächst zwei Solarkraftwerke über einen Wiederverkäufer für das Marktprämienmodell zur Verfügung zu stellen (EUWID 8/2012).

Während die Nachfrage nach dem Marktprämienmodell weiter gestiegen ist, ist die unter das so genannte Grünstromprivileg fallende Leistung im März gesunken. Laut ÜNB ist die über §33b Nr. 2 gemeldete Anlagenleistung von 1.075 MW auf 890 MW (-17,2 Prozent) gesunken. Verantwortlich war in erster Linie ein Rückgang bei der gemeldeten Onshore-Windleistung. Die Erneuerbaren-Branche hatte in der Vergangenheit wiederholt die Aushöhlung des Instruments der Direktvermarktung von regenerativem Strom über das Grünstromprivileg kritisiert. Der Gesetzgeber habe ohne Not ein funktionierendes Marktinstrument faktisch abgeschafft und setze stattdessen auf das Marktprämienmodell, das Zusatzkosten in Millionenhöhe verursache.


Der Bericht erscheint in Ausgabe 9/2012 von EUWID Neue Energie. Die wöchentlich als Printausgabe und E-Paper erscheinende Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen während der Energiewende.

Ausgabe 8/2012 von EUWID Neue Energien ist am 22. Februar erschienen. Titelthema der Publikation ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von Hessen und Thüringen zur Methanisierung von Strom aus erneuerbaren Energien. Insgesamt umfasst die Ausgabe 104 Nachrichten auf 32 Seiten. Eine Kurzcharakteristik der Ausgabe finden Sie hier.

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