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EnBW-Papier: Energiekonzerne unterstützen die Energiewende der Bundesregierung

Die großen Energiekonzerne unterstützen einem Zeitungsbericht zufolge die Energiewende der Bundesregierung. Der Titel von EUWID Neue Energien 50/2012 widmet sich dem aktuellen Status der Energiewende.
EUWID Neue Energien 50/2012
12.12.2012 − 

Die großen Energiekonzerne unterstützen einem Zeitungsbericht zufolge die Energiewende der Bundesregierung. „Das verabschiedete Energiekonzept der Bundesregierung, mit seinen Zielen und seinen politischen Instrumenten, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen, darf nicht bei den ersten Schwierigkeiten wieder grundsätzlich in Frage gestellt werden“, zitiert die Zeitung „Die Welt“ aus einem Papier des Energieversorgers EnBW. Die Herausforderungen seien lösbar, die mit der Energiewende verbundenen Kosten beherrschbar.

In der Vergangenheit hatten große Versorger wie RWE die Energiewende teils vehement abgelehnt. RWE gibt der Zeitung zufolge indirekt zu, in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben. Diese hätten dazu beigetragen, dass Großvorhaben wie der Bau von Kraftwerken oder Stromtrassen behindert und verzögert wurden.

Der Titelbericht von EUWID Neue Energien 50/2012 widmet sich der Positionierung der Energiekonzerne und dem Grad der Zielerreichung in Sachen Energiewende. Die Ausgabe ist am 12. Dezember erschienen und umfasst insgesamt 76 Nachrichten und Berichte zur Energiewende auf 32 Seiten. Im Folgenden findet sich eine Kurzcharakteristik der aktuellen Ausgabe (zur kompakten Übersicht gelangen Sie hier):

Übergreifende Themen

Die weltweit installierte Leistung von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird bis Ende des Jahres auf 1.473 GW steigen. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten des Schweizer Bankhauses Sarasin. Demnach entfällt auch 2012 mehr als die Hälfte der neu installierten Leistung zur Produktion von Strom auf erneuerbare Energieträger. Wind- und Solarenergie sind dabei mit 80 Prozent Anteil am Erneuerbaren-Zubau die dominierenden Energien.

Zukünftig geht es nach Einschätzung von Sarasin darum, das technische und ökonomische Optimum aus Erzeugungsarten, Speicherung und Netzausbau zu finden. „Der ideale Erzeugungsmix aus erneuerbaren Energien scheint sehr länderspezifisch zu sein“, heißt es in der Studie. In Deutschland ergebe sich der niedrigste Speicherbedarf bei einem Verhältnis von Wind- zu Solarstrom von 3:1. In der Schweiz mit ihren hohen Kapazitäten an Pumpspeicherkraftwerken liege ein Optimum für den Ersatz von 40 Prozent Atomstrom bei rund 70 Prozent Solarstrom und 30 Prozent Wind und Biomasse.

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Nach Einschätzung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sind der Netzausbau und die Erhöhung der Speicherkapazitäten entscheidende Voraussetzungen für die Energiewende. Die Optimierung von Netzen und Speichern sei unerlässlich, um belastbare Prognosen über Preis- und Kapazitätsentwicklungen abgeben zu können, heißt es im Statusbericht 2012 zur Situation der Erneuerbaren in Deutschland. Ferner müsse das Zusammenwirken von regenerativen Energien, konventionellen Kraftwerken und Stromnetzen verbessert werden. Ansätze hierfür identifiziert der VDI beim Ausbau intelligenter Netze (Smart- Grids), bei virtuellen Kraftwerken und im Lastmanagement.

Die Ingenieure loben ausdrücklich das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und schreiben ihm auch künftig eine zentrale Bedeutung zu. Das EEG habe bereits für eine „beachtliche technische Weiterentwicklung“ gesorgt und werde auch in Zukunft für den Ausbau der Erneuerbaren eine wichtige Rolle spielen. Notwendig sei jedoch eine „stetige Anpassung an den erreichten Stand der Technik und die jeweilige Marktentwicklung.“

Die übergreifenden Darstellungen in EUWID Neue Energien 50/2012 widmen sich auch den Ergebnissen der Weltklimakonferenz in Doha, den Forderungen der Grünen in Sachen Energieforschung und den jüngsten Entwicklungen im Bereich Power-to-Gas. Die aktuellen Großhandelspreise für Strom ergänzen die übergreifende Berichterstattung ebenso wie die aktuellen Daten zur EEG-Umlage, Rohstoffpreise und Heizölpreise.

Bioenergie

Die Energiegewinnung aus Biogas sowohl in Form von Strom als auch in Form von Wärme ist in der Europäischen Union gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr legte die Stromerzeugung 2011 um 18,2 Prozent auf 35,9 TWh zu, während im selben Zeitraum die Verkäufe von Biogaswärme an Fabriken oder Wärmenetze um 16 Prozent auf 201,6 Kilotonnen Rohöleinheiten (ktoe) stiegen. Das geht aus dem Biogas-Barometer von Eurobserver hervor. Ein Großteil der produzierten Wärme werde direkt vor Ort genutzt, um Klärschlamm zu trocknen, Gebäude zu beheizen und den Faulturm auf einer optimalen Temperatur zu halten.

Derweil will die Verbio Vereinigte BioEnergie AG Investitionen in den Bau von neuen Biomethananlagen in Osteuropa aufgrund von anhaltender Rechtsunsicherheit stoppen. Bis 2015 hatte das Unternehmen Investitionen von rund 100 Mio. € geplant. Zudem sei ein Kosteneinsparungsprogramm verbunden mit Personalabbau vorgesehen. „Wir konzentrieren uns jetzt auf das bestehende Geschäft, und wir werden die internen Strukturen optimieren, um so unsere Ertragskraft zu sichern“, sagte der Vorstandsvorsitzende Claus Sauter.

Mit den Entscheidungen reagiere der Vorstand auf die aktuellen gesetzlichen Unsicherheiten über die weiteren Zielsetzungen für Biokraftstoffe in Deutschland und der EU und die fehlenden Kontrollmechanismen für die Einhaltung der Nachhaltigkeitsanforderungen. Durch den Import von subventioniertem Palmölbiodiesel aus Indonesien und Sojabiodiesel aus Argentinien sei es zu Wettbewerbsverzerrungen auf dem deutschen Biokraftstoffmarkt gekommen. Auch große Mengen an altspeisefettstämmigem Biodiesel aus zweifelhaften Quellen aus der ganzen Welt, der doppelt auf die Erfüllung der Biokraftstoffquote angerechnet wird, hätten zu Marktverzerrungen geführt.

Weitere Bioenergie-Meldungen in EUWID Neue Energien 50/2012 widmen sich dem Restrukturierungsprogramm bei Archea Biogas, einem Pilotprojekt zur Optimierung von Kläranlagen und den Geschäftszahlen der Biomassekraftwerke Zolling und Lünen. Preise für Biodiesel und die aktuellen Notierungen an den Getreidemärkten finden sich ebenfalls in der neuen Ausgabe von EUWID Neue Energien.

Solarenergie

Zum Jahresausklang blickt die deutsche Solarbranche mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. Kaum ein Unternehmen hat das Krisenjahr 2012 unbeschadet überstanden. Mit Q-Cells, Solon, Sovello oder Solarwatt mussten etablierte Solarunternehmen den Gang vor das Insolvenzgericht vollziehen. Selbst Aushängeschilder wie Solarworld oder SMA Solar sind nicht ohne Schrammen durch die von massiven Überkapazitäten und Preiseinbrüchen geprägte Solarkrise gekommen. Die Aussichten für die Zukunft sind aber nicht schlecht. „Es lohnt sich, durchzuhalten“, sagte etwa Solarpraxis-Chef Karl-Heinz Remmers kürzlich beim 13. Forum Solarpraxis in Berlin. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) betonte zum Auftakt des „EEG-Dialogs“ Ende November in Berlin, dass die Photovoltaik auch in Zukunft ein „ganz zentrales Element einer erfolgreichen Energiewende“ bleiben werde.

Die deutschen Solarunternehmen richten ihren Blick aber längst nicht mehr nur auf den deutschen Markt. Laut BSW-Solar überschreitet die weltweit installierte Solarstromleistung in diesen Tagen die Marke von 100 GW. Immer noch liegt Deutschland mit seinem Marktvolumen international ganz vorne, andere Nationen holen aber schnell auf. Mit einem besonders starken Marktwachstum rechnet der BSW-Solar 2012 unter anderem in den USA, Japan, China und Indien. Mit wachsendem Weltmarkt werde Solartechnik auch zu einem immer wichtigeren Exportschlager für die heimische Wirtschaft, betonte der Branchenverband anlässlich der Klimaverhandlungen in Katar. „Deutschland hat das Know-how, die Erfahrung und die Ideen, die im harten internationalen Wettbewerb unverzichtbar sind“, sagte BSW-Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig.

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Die Solarberichterstattung in EUWID Neue Energien 50/2012 informiert auch über die letzten Entwicklungen bei Schüco, Solarworld, SMA Solar, Stadtwerke Lübeck und protarget. Preisentwicklungen im Solarmodulbereich und Einspeisewerte von Solarstrom in den ÜNB-Regelzonen finden ebenfalls ihre Berücksichtigung in der Berichterstattung.

Windenergie

Der Windanlagenbauer Nordex beendet seine Rotorblattproduktion in China. Zum Ende des Jahres werden 130 Stellen im Werk Dongying gestrichen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Nordex zieht damit die Konsequenz aus der bereits seit längerem rückläufigen Auftragslage und der geringen Auslastung der Produktionsstätte. Obwohl im chinesischen Werk die Rotorblattproduktion für den gesamten asiatischen Raum stattfindet, sei dieser Schritt notwendig. Durch diese Maßnahme will Nordex seine „Aktivitäten in China noch in diesem Jahr auf ein nachhaltig profitables Fundament stellen“, so Nordex-Vorstand Jürgen Zeschky. Kompensiert wird der Bedarf an Rotorblättern nun von externen Lieferanten, mit denen bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet wurde, teilte das Unternehmen weiter mit.

Unterdessen hat der Bremer Senat in der vergangenen Woche eine Grundsatzentscheidung zur Finanzierung des Offshore-Terminals Bremerhaven (OTB) getroffen und damit den Weg zur Errichtung des Terminals freigemacht. Die Senatoren entschieden, den Offshore-Terminal nach dem Scheitern eines Investorenmodells aus eigener Kraft zu stemmen, teilte der Senat in einer Mitteilung mit. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) sprach angesichts der Senats-Entscheidung von einer zentralen Infrastrukturentscheidung dieser Legislaturperiode. Die Gesamtkosten sollen 180 Mio. € betragen und über fünf Jahre aus dem Haushalt finanziert werden.

Dem Thema Windkraft widmen sich in EUWID Neue Energien 50/2012 auch Meldungen zu PNE Wind, ABO Wind, Vestas, E.ON, juwi, Vensol und MVV Energie. Ergänzt wird die Berichterstattung mit den Einspeisedaten zu Windstrom in den Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber.

Geothermie

In der vergangenen Woche musste die Geothermiebranche in Österreich einen Rückschlag hinnehmen. Wie der Versorger Wien Energie mitteilte, haben die Erkundungsbohrungen im Geothermieprojekt Aspern-Essling im neuen Wiener Stadtteil Seestadt nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Zwar sei man bis auf über 4.000 Meter Tiefe vorgedrungen, aber nicht auf die erwarteten Gesteinschichten und Heißwasser gestoßen. In Deutschland wurde bekannt, dass der Karlsruher Versorger EnBW und die Stadtwerke Bruchsal (SWB) die Beteiligungsstruktur an ihrem gemeinsamen Geothermie-Kraftwerk Bruchsal neu geordnet haben. Die EnBW werde in der Geothermie-Gesellschaft Bruchsal GmbH (GEO) künftig die operative Führung des Kraftwerks übernehmen, teilten beide Versorger mit.

In dieser Woche berichtet EUWID Neue Energien außerdem über die Energiewende Garching (EWG). Nach jüngst von der Stadt Garching vorgelegten Zahlen will das Unternehmen mit seiner Geothermieheizzentrale in diesem Jahr 10.700 MWh Wärme liefern. Im Jahr 2013 sollen 28.040 MWh, im übernächsten Jahr 45.505 MWh und ein Jahr später 55.223 MWh abgesetzt werden. Weitere Meldungen beschäftigen sich mit dem Bohrdienstleister Daldrup & Söhne, der mitteltiefen Erdwärmesonde im hessischen Heubach, dem Geothermieprojekt Poing und der Fernwärmeversorgung Ismaning.

Wasserkraft

Im Bereich Wasserkraft widmet sich die aktuelle Ausgabe dem österreichischen Stromversorger Verbund. Hier wurde bekannt, dass das Unternehmen vom Düsseldorfer E.ON-Konzern Laufwasserkraftwerke in Deutschland mit einer anteiligen Jahreserzeugung von mehr als 2 TWh erwirbt. Laut Verbund erhält E.ON im Gegenzug im Rahmen eines Asset Swap die 50-prozentige Beteiligung von Verbund an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. Entsprechende Verträge seien am Montag unterzeichnet worden, hieß es.


Die Kurzcharakteristik der vergangenen fünf Ausgaben können Sie hier einsehen:

Ausgabe 49/2012 (5. Dezember): Eurobserver: EU-Länder produzieren 2011 weniger Energie aus fester Biomasse

Ausgabe 48/2012 (28. November): Markt für Biogas-BHKW bricht in Folge der EEG-Novellierung 2012 ein

Ausgabe 47/2012 (21. November): Energiewende kompakt: EEG-Umlage könnte wieder sinken, Umweltminister rühmen EEG als „Erfolgsgeschichte“

Ausgabe 46/2012 (14. November): Solar-Handelsstreit erreicht ein Jahr nach Solarworld-Petition in den USA neue Eskalationsstufe

Ausgabe 45/2012 (7. November): Bundesnetzagentur plant Änderung des Vermarktungssystems für EEG-Strom

EUWID Neue Energien – Energiewende kompakt

Das Informationskonzept von EUWID Neue Energien ist darauf abgestimmt, Leser mit knappem Zeitbudget schnell und trotzdem umfassend über die Entwicklungen in Märkten und Politik zu informieren. Die Redaktion sichtet hierzu täglich mehrere hundert Informationsquellen und spricht mit den Experten der Branche. Aus der Vielzahl der Quellen selektiert das Redaktionsteam die zentralen Fakten, recherchiert die Hintergründe und bündelt die Informationen in kompakter Nachrichtenform. Thematische Schwerpunkte von EUWID Neue Energien sind die Erzeugung von erneuerbaren Energien und die intelligente Nutzung von Energie. Neben Wirtschafts- und Politikmeldungen stehen dabei Markt- und Preisinformationen im Fokus. EUWID Neue Energien bietet unter anderem Preise für NawaRo-Holz, Pellets, Altholz, Sägerestholz, Biodiesel, Getreide und Ölsaaten, Solarmodule und Ökostrom. Auch die PV-Zubauzahlen der Bundesnetzagentur sowie Einspeisewerte für Solar- und Windstrom werden regelmäßig ausgewertet.

Der EUWID-Wochenbericht zur Energiewende bei openpr: www.openpr.de/news/686178.html

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