EEG-Umlagekonto schließt Jahr 2012 mit Defizit in Höhe von 2,7 Mrd. €
Nach einem Einnahmenüberschuss in Höhe von rund 266 Mio. € im Dezember beläuft sich das im Jahr 2012 aufgelaufene Defizit auf dem EEG-Umlagekonto auf 2,69 Mrd. €. Das ergibt sich aus den von den Übertragungsnetzbetreibern ermittelten Werten zur Gesamtbilanz der EEG-Umlage im vergangenen Jahr. Während auf der Einnahmenseite gegenüber dem Jahr 2011 ein Rückgang von 17,4 Mrd. € auf 17,3 Mrd. € verbucht wurden, sind die Gesamtausgaben im Berichtszeitraum von 16,1 Mrd. € auf 20,1 Mrd. € gestiegen.
Auf der Einnahmenseite war ein Anstieg der Zahlungen der EEG-Umlage von 12,9 Mrd. € auf 13,9 Mrd. € nicht ausreichend, um die von 4,4 Mrd. € auf 2,9 Mrd. € zurückgegangenen Einnahmen aus der vortägigen und untertägigen Vermarktung von EEG-Strom an der Strombörse zu kompensieren. Verantwortlich dafür war insbesondere ein erheblicher Rückgang der Großhandelspreise für Strom im Jahr 2012, der seinerseits zu einem wesentlichen Teil auf die gesteigerte Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zurückzuführen ist.
Auf der Ausgabenseite verbuchten die Übertragungsnetzbetreiber als Vergütungszahlungen an EEG-Anlagenbetreiber einen Gesamtbetrag von 16,6 Mrd. € nach 15,8 Mrd. € im Jahr 2011. Allerdings sind 2012 im Vergleich zum Vorjahr Prämienzahlungen in einer Größenordnung von 2,9 Mrd. € hinzu gekommen. Die Prämienzahlungen beziehen sich auf die Marktprämie sowie die Flexibilitätsprämie für Biogas-Anlagenbetreiber. Das Marktprämienmodell war von den EEG-Anlagenbetreibern deutlich besser angenommen worden, als dies zunächst erwartet worden war. Als Reaktion auf die breite Nutzung des Instruments insbesondere im Bereich der Onshore-Windkraft hatte die Bundesregierung eine Kürzung der Marktprämie für das Jahr 2013 im Bereich der Wind- und Solarenergie beschlossen.
Das hohe Defizit auf dem EEG-Umlagekonto hat für das neue Jahr zu einem Anstieg der EEG-Umlage auf 5,277 ct/kWh nach 3,592 ct/kWh im Jahr 2012 geführt. Die Mittelfristprognose der Übertragungsnetzbetreibern lässt offen, wie es 2014 weitergeht. Sowohl eine weitere Steigerung des Umlagesatzes als auch eine Senkung wird von den Netzbetreibern für möglich gehalten.
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Strompreis im Großhandel im Dezember 2012 bei 35,51 €/MWh − vor
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