Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland steigt 2011 auf 381.600 Personen
381.600 Menschen arbeiteten im Jahr 2011 in Deutschland in der Erneuerbaren-Energien-Branche, etwa vier Prozent (367.400 Personen) mehr als noch im Vorjahr.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Köln) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) vorgenommen hat.
Solarenergie (insgesamt rund 125.000 Arbeitsplätze) und Bioenergie (124.400 Arbeitsplätze) trugen demnach jeweils mit knapp einem Drittel zur Bruttobeschäftigung bei. Neben der Photovoltaik die innerhalb der Solarenergie die meisten Menschen beschäftigte (110.900) waren im vergangenen Jahr 12.100 Personen auf dem Solarthermiemarkt beschäftigt. Ca. 2.000 Personen haben in dem Bereich der solarthermischen Kraftwerke eine Arbeit gefunden.
Im Bereich Bioenergie arbeitete der Großteil der Beschäftigten im Segment Biogas (50.600), gefolgt von 33.800 Personen im Segment Biomasse Kleinanlagen und 23.200 Personen die mit der Bereitstellung von Brenn- und Kraftstoffen beschäftigt waren.
Als dritter großer Bereich folgte die Windenergie mit etwa 26 Prozent (101.100), wobei 92.500 Beschäftigte dabei der Windenergie an Land zugerechnet werden können und 8.600 Personen an der Offshore-Entwicklung beteiligt waren. Geothermie hatte einen Anteil an der Bruttobeschäftigung von knapp vier Prozent (14.200) und die Wasserkraft einen Anteil von zwei Prozent (7.300). Die Beschäftigung im Bereich öffentlich geförderter Forschung und Verwaltung hat einen Anteil von etwa knapp drei Prozent (9.600) an der Bruttobeschäftigung.
Des Weiteren habe die Kurzfristanalyse gezeigt, dass die Beschäftigung, die auf die Wirkung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden kann, zugenommen hat. 2011 belief sich ihr Anteil auf mindestens 276.500 Personen. Das entspricht 72 Prozent der Beschäftigten im Bereich erneuerbare Energien. Im Jahr 2004 war das EEG für die Entwicklung der Bruttobeschäftigung weniger relevant. Die entsprechende Beschäftigung lag damals bei 61 Prozent.
⇒ Der Bericht erscheint in EUWID Neue Energien. Die wöchentlich als Printausgabe und E-Paper erscheinende Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen während der Energiewende.
Ausgabe 13/2012 von EUWID Neue Energien ist am 28. März erschienen. Der Titelbericht der Ausgabe 13/2011 von EUWID Neue Energien analysiert die Detaildaten der Bundesnetzagentur zum Solarzubau und stellt die regionalen und größenspezifischen Trends dar. Insgesamt umfasst die am 28. März erschienene Ausgabe 117 Nachrichten und Berichte zur Energiewende auf 36 Seiten.
Sie können ein kostenloses Exemplar von EUWID Neue Energien unverbindlich direkt hier bestellen.
zurück − 19,5 TWh Wind- und Solarstrom im ersten Quartal 2012
Solarzubau 2011: Fast ein Drittel der neuen PV-Leistung in Megawatt-Solarparks errichtet − vor
Abo & Shop