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Anteil der Photovoltaik an Stromerzeugung in Deutschland steigt 2012 auf 4,6 Prozent

Der Anteil des Solarstroms an der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland ist im Jahr 2012 von 3,2 auf 4,6 Prozent gestiegen. Das berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Quelle: istockphoto ©FernandoAH
10.01.2013 − 

Der Anteil des Solarstroms an der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland ist im Jahr 2012 von 3,2 auf 4,6 Prozent gestiegen. Das berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf der Grundlage erster Schätzungen. Den Anteil sämtlicher erneuerbarer Energien beziffert der Verband auf 21,9 Prozent nach 20,3 Prozent im Vorjahr.

Die Brutto-Stromerzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Der Stromverbrauch in Deutschland sei 2012 dagegen um 1,4 Prozent zurückgegangen, während der Gasverbrauch geringfügig um ein Prozent gestiegen ist, heißt es seitens des BDEW. Diese Entwicklungen seien unter anderem auf die insgesamt kältere Witterung im Vergleich zum Vorjahr, den Schalttag im vergangenen Jahr sowie auf eine verhaltene konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen.

Der Anteil der Kernenergie an der Brutto-Stromerzeugung ging auf 16 Prozent zurück (Vorjahr: 17,7 Prozent). Steinkohlekraftwerke trugen im vergangenen Jahr rund 19,1 Prozent (18,5) der Brutto-Stromerzeugung bei. Braunkohlekraftwerke bleiben die stärkste Erzeugungsart mit 25,6 Prozent (24,6). Auf einen Anteil von rund 6 Prozent (5,3) kommen Heizöl, Pumpspeicher und sonstige Anlagen.

Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung ist im vergangenen Jahr von 13,6 auf 11,3 Prozent signifikant gesunken, heißt es weiter. Allein in den ersten zehn Monaten sei der Einsatz von Erdgas in Kraftwerken, in Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung und in Heizwerken um 14 Prozent zurückgegangen. Bei der alleinigen Betrachtung der Stromerzeugung in Kraftwerken ist der Einsatz von Erdgas um fast 27 Prozent regelrecht eingebrochen. „Diese Entwicklung beim Einsatz von Gaskraftwerken verdeutlicht die kritische wirtschaftliche Situation, in der sich gegenwärtig Betreiber von Gaskraftwerken befinden. Darauf weisen wir seit längerem hin“, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller.

Aktuelle Gründe dafür seien sowohl die zunehmende Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien als auch die weiterhin bestehende Differenz zwischen Kohle- und Gaspreisen. Dies sorge neben weiteren Faktoren dafür, dass zunehmend Gaskraftwerke aus der Merit Order, also der Reihenfolge der Kraftwerkseinsätze nach Wirtschaftlichkeit, gedrängt würden.

Diese Effekte seien auch „der wesentliche Grund“ für den starken Anstieg der physikalischen Stromflüsse ins Ausland im Jahr 2012. Nach vorläufigen BDEW-Zahlen für Januar bis Oktober 2012 weisen diese im Saldo einen Überschuss ins Ausland von rund 17 TWh auf, für das gesamte Jahr geht der BDEW von einem Überschuss in Höhe von 23 TWh nach 6 TWh im Jahr 2011 aus.

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