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Tennet-Analyse: 2016 setzte sich Trend sinkender Strompreise fort, weniger Redispatch

Der rückläufige Trend bei den Großhandelspreisen für Strom in Deutschland hielt auch 2016 an.
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31.03.2017 − 

Der rückläufige Trend bei den Großhandelspreisen für Strom in Deutschland hielt auch 2016 an. Das zeigte die aktuelle Marktanalyse (Market Review) des Übertragungsnetzbetreibers Tennet für das Jahr 2016. Danach lag der Großhandelspreis für eine MWh Strom 2016 im Jahresdurchschnitt hierzulande bei 28,96 € und damit ca. 2,70 € niedriger als 2015. Im Februar 2016 erreichte er mit 22 € ein Rekordtief. In Zentralwesteuropa wurden die Preisunterschiede im Durchschnitt 2016 geringer. Im Vergleich zum Vorjahr gab es mehr Stunden im Jahr, in denen sich die Großhandelspreise vieler nationaler Strommärkte annäherten. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Integration der nationalen Strommärkte in einen europäischen Strommarkt fortschreitet, so Tennet.

Ein differenzierter Blick zeige, dass die Großhandelspreise in Zentralwesteuropa in den ersten acht Monaten des Jahres 2016 auf durchschnittlich 27,63 €/MWh im Vergleich zum Vorjahr sanken. Als Ursachen für diese Entwicklung nennt der Übertragungsnetzbetreiber niedrige Preise für Brennstoffe und CO²-Zertifikate sowie die hohe Einspeisung erneuerbarer Energien. Erst, als in Frankreich und Belgien die Erzeugungskapazität sank, weil mehrere Kernkraftwerke nicht zur Verfügung standen, stiegen die Strompreise in Zentralwesteuropa ab September 2016 wieder deutlich auf durchschnittlich 45,62 €/MWh an. Dabei kam es zu einer Zweiteilung der Märkte, so Tennet.

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Während die Großhandelspreise in Frankreich und Belgien ab September stark auf im Schnitt 54 €/MWh anzogen (Durchschnitt erste acht Monate 2016: 28 €/MWh), lagen die Großhandelspreise in Deutschland und den Niederlanden in diesem Zeitraum bei durchschnittlich 37 €/MWh (Durchschnitt erste acht Monate 2016: 27 €/MWh). Hier stiegen die Großhandels-Strompreise aufgrund der Nachfrage in Frankreich und Belgien, die auch durch Deutschland und die Niederlande mitgedeckt wurde.

Erneuerbaren-Einspeisung nimmt leicht ab

Auch 2016 stieg die installierte Leistung der erneuerbare Energien in Deutschland weiter an, so Tennet. Insgesamt erhöhte sich die Erneuerbaren-Kapazität um vier GW auf knapp 193 GW, der Großteil davon war an Land erzeugter Windstrom. Trotz der höheren Erneuerbaren-Kapazität blieb der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung auf dem Niveau von 2015. Sie speisten im Vergleich zu 2015 aufgrund von schlechteren Wetterbedingungen zwei TWh weniger ein; das gelte insbesondere für Wind- und Solarenergie. Der Blick auf die Entwicklung früherer Jahre zeige, dass die Wetterbedingungen 2016 nicht besonders schlecht waren, sondern dass das Jahr 2015 ein außergewöhnlich windreiches Jahr war, was zu einer relativ hohen Einspeisung von Windstrom 2015 geführt habe.

Redispatch-Maßnahmen gingen zum ersten Mal seit drei Jahren etwas zurück

Die Einspeisung der Erneuerbaren habe einen starken Einfluss auf die Netzstabilität, was auch der Blick auf die netzstabilisierenden Maßnahmen wie Redispatch und Netzreserve zeige. Während diese Maßnahmen 2015 aufgrund der hohen Windeinspeisung stark anstiegen, führten die schwächere Windeinspeisung sowie die Inbetriebnahme der Leitung zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern 2016 entsprechend dazu, dass auch diese Maßnahmen zum ersten Mal seit drei Jahren etwas zurück gingen, allerdings insgesamt auf einem hohen Niveau blieben. So stiegen die Redispatch-Mengen bereits in den ersten beiden Monaten 2017 wieder stark an und lagen weit über den Mengen des Vorjahreszeitraums, berichtet Tennet. 

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