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Wärmepumpen-Verband beschließt "Qualitätspaket"

14.09.2011 − 

Angesichts der jüngsten Schadensfälle bei Geothermiebohrungen in Baden-Württemberg will der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) daran mitwirken, das Risiko zu minimieren. Hierzu habe der BWP ein „Qualitätspaket“ beschlossen, teilte der Verband in Berlin mit. „Seit Jahren erinnern wir an die Qualitätssicherung“, erklärte BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski. Leider gebe es immer noch Firmen, die die Standards nicht beachteten. Daher seien mit sofortiger Wirkung die Aufnahmekriterien für BWP-Mitglieder im Bohrbereich deutlich verschärft worden. Mit diesen Maßnahmen reagiert der Verband auf die Ankündigung von Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller, Leitlinien zur Qualitätssicherung von Erdwärmesonden zu veröffentlichen, an die sich die Geothermie-Branche „auf Punkt und Komma“ halten solle.

Das Qualitätspaket für sichere Erdwärmesonden-Bohrungen umfasst laut BWP unter anderem die Anwendung des grundlegend überarbeiteten DVGW-Arbeitsblatts W120 Teil 2, nach der die Bohrfirmen mittels externer Auditoren überprüft werden. Darüber hinaus müssen Bohrfirmen für ihre BWP-Mitgliedschaft eine ausreichende Haftpflichtdeckung nachweisen. Zudem könnten Bauherren eine spezielle, vom BWP initiierte Bohrversicherung abschließen, die auch dann hafte, wenn kein Verschulden vorliegt oder nachgewiesen werden kann. Diese Versicherung könne für jede Erdwärmesonden-Bohrung abgeschlossen werden, die ein qualitativ hochwertiges Bohrunternehmen durchführt. Für BWP-Mitglieder ist sie Pflicht, wenn eine Bohrung über die erste Grundwasser-Schicht hinausreicht.

Weiter kündigte der Verband an, seine Schulungsaktivitäten für die oberflächennahe Geothermie zu verstärken und bei Fragen rund um Erdwärmesonden-Bohrungen fachkundige Ansprechpartner zu empfehlen. Von seinen Bohrunternehmen fordert der BWP eine Haftpflichtversicherung von 5 Mio. €, bei mehr als 5 Bohrgeräten von 10 Mio. €. Zudem müssten die Mitglieder das VDI-Arbeitsblatt 4640 einheitlich umsetzen.


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