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Spatenstich für „Forschungszentrum Drilling Simulator“ in Celle

Spatenstich für „Forschungszentrum Drilling Simulator“ in Celle
Bildquelle: Ernst / TU Clausthal
14.12.2012 − 

Die Technische Universität Clausthal hat am Standort Celle den ersten Spatenstich für ein „Forschungszentrum Drilling Simulator" (FZC Drilling Simulator) gesetzt. Die zehn Mio. € teure Einrichtung soll neuartige Bohrtechniken wissenschaftlich erproben, teilte das niedersächsische Wissenschaftsministerium mit. Ziel sei es, technische Verfahren zu entwickeln, um geothermische Energie aus tiefen geologischen Schichten wirtschaftlich zu gewinnen. Das Forschungszentrum sei in Deutschland in dieser Form einmalig. Geldgeber seien das Land, die EU und die TU Clausthal. Darüber hinaus beteiligen sich die Stadt Celle und der Verein GeoEnergy zusammen mit 100.000 €. Für das FZC Drilling-Simulator stelle die Kommune ein erschlossenes, 9.000 m² großes Grundstück bereit.

„Das Land will seine Spitzenposition bei der Erforschung der erneuerbaren Energien und ihrer Gewinnung weiter ausbauen“, sagte Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU). Investitionen in die Geothermieforschung und in eine der weltweit modernsten und leistungsstärksten Forschungsanlagen für Tiefenbohrungen würden sich für Niedersachsen auszahlen. „Mit dem Drilling Simulator in Celle schlagen die TU Clausthal und ihre Forschungspartner eine Brücke von der Wissenschaft zur Wirtschaft, indem sie sich mit diesem zukunftsorientierten Projekt direkt in ein einschlägig geprägtes Industrieumfeld begeben“, so Universitätspräsident Thomas Hanschke. Mit dem Bohrteststand unterstreiche die Hochschule ihre hohe Kompetenz auf diesem Gebiet.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, sollen mit Hilfe des FZC Drilling Simulator neuartige Ansätze zur Bohrungsherstellung zum Teil maßstäblich ausgeführt und experimentell untersucht werden. „Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen für die Entwicklung und Weiterentwicklung von Modulen genutzt werden, um die Prozesse der Bohrungsherstellung quantitativ zu beschreiben“, erklärte der Leiter des Energieforschungszentrums Niedersachsen (EFZN) in Goslar, Hans-Peter Beck. Mit den Modulen, die im Simulator zusammengeführt werden, könnten thermische, hydraulische, mechanische und chemische Prozesse und deren Wechselwirkungen modelliert und geplante Bohrungen bereits vorab virtuell durchgeführt werden.

In dem Zentrum werden nach Beginn der Aufbauphase 15 Forscher arbeiten, hieß es weiter. Ihre Stellen entstünden neu und seien dem Forschungsverbund Geothermie und Hochleistungsbohrtechnik zugeordnet. Die Spezialisten werden eng mit in Celle angesiedelten Unternehmen kooperieren, die sich im Verein Geo Energy zusammengeschlossen haben. Wissenschaftlich und organisatorisch wird das Zentrum dem EFZN zugeordnet, erklärte das Ministerium.


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