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GFZ-Wissenschaftler Huenges mit Patricius-Plakette des Geothermieverbands geehrt

Patricius-Plakette aus dem Jahr 2011
Bildquelle: GtV-Bundesverband Geothermie
14.11.2012 − 

Prof. Ernst Huenges ist diesjähriger Preisträger der Patricius-Plakette des GtV-Bundesverbands Geothermie. Verbandspräsident Waldemar Müller-Ruhe überreichte dem Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) Potsdam die Auszeichnung heute auf dem Geothermiekongress in Karlsruhe. Huenges werde insbesondere für seine petrophysikalischen Untersuchungen und seine Arbeit im In-Situ-Labor Groß Schönebeck geehrt, sagte Müller-Ruhe. Der Geothermiekongress läuft noch bis Freitag.

Mit der Patricius-Plakette zeichnet der GtV-Bundesverband Geothermie seit 1994 Persönlichkeiten aus, die sich um die Entwicklung der Erdwärmenutzung verdient gemacht haben. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Plakette. Namensgeber ist der hl. Patricius von Prusa, der im 4. Jahrhundert n. Chr. als Bischof im heutigen Bursa in der Türkei wirkte. Er gilt als Vordenker in der Geothermie, da er frühzeitig das Potenzial der Erdwärme entdeckte und ihre Erforschung befürwortete.

„So richtig viel weiter sind wir nicht gekommen“, sagte Huenges in seiner Dankesrede mit Blick auf die Entwicklung der Geothermie seit dem 4. Jahrhundert. Patricius‘ Plädoyer für die Erforschung des Untergrunds sei weiterhin der richtige Ansatz. „Das Potenzial zur Nutzung der Erdwärme ist da“, betonte er. „Wenn die Risiken verteilt sind, ist es erschließbar.“

Das derzeit bei der Errichtung von Erneuerbaren-Anlagen zu beobachtende NIMBY-Phänomen („Not In My Backyard“) bezeichnete Huenges als großes Problem. Ein „moderner Patricius“ sei jemand, der nach der Agenda 21 handele. Dieses sei von globalem Denken und lokalem Handeln bestimmt. Es sei für Geothermieprojekte wichtig, darüber hinaus eine lokale Verantwortung zu entwickeln und Akteure vor Ort einzubinden. Somit ließe sich die heimische Wertschöpfung weiter ausbauen, erklärte Huenges.


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