Geothermieprojekt Aspern meldet Misserfolg bei Erkundungsbohrungen
Im Geothermieprojekt Aspern-Essling im neuen Wiener Stadtteil Seestadt haben die Erkundungsbohrungen nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Zwar sei man bis auf über 4.000 Meter Tiefe vorgedrungen, aber nicht auf die erwarteten Gesteinschichten und Heißwasser gestoßen, teilte der Versorger Wien Energie mit. „Wir sind von diesem Ergebnis natürlich enttäuscht, da die Geothermie als gute Chance betrachtet wird, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Fernwärme steigern zu können.“
Das Projekt sei über mehrere Jahre vorbereitet worden und werde wissenschaftlich begleitet, erklärte Wien Energie. Es sei aber noch Forschungsarbeit erforderlich, um den Wiener Untergrund und das Wiener Becken geologisch besser zu ergründen. Eine Fortsetzung des Projekts wäre „zum jetzigen Zeitpunkt zu ungewiss und mit zusätzlichen Kosten verbunden“, sagte Boris Kaspar von Wien Energie gegenüber dem ORF.
Mit dem Kraftwerk Aspern sollte Österreichs größte Geothermieanlage entstehen. Geplant war eine thermische Leistung von 40 MW. Mit dem Geothermiekraftwerk solltenab Ende 2014 über 40.000 Wohnungen in der Seestadt mit Fernwärme versorgt werden. Die Temperatur des Thermalwassers wurde ursprünglich auf 150 °C geschätzt.
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