Gebäudeschäden in Leonberg: GtV fordert rasche Aufklärung
Der Bundesverband Geothermie (GtV) hat eine „schnellstmögliche“ Aufklärung von Schäden an mehreren Häusern in Leonberg bei Stuttgart gefordert, nachdem eine Erdwärmebohrung als Ursache vermutet wird. Wie der Verband berichtet, sind in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2011 Leonberger Stadtteil Eltingen mehrere Häuser durch Rissbildungen beschädigt worden. Als Ursache komme eine in der Nachbarschaft durchgeführte Erdwärmesonden-Bohrung in Frage. Die 80 Meter tiefe Bohrung sei von einer ortskundigen Bohrfirma errichtet worden, heißt es weiter.
Das Landratsamt Böblingen als Genehmigungsbehörde hat bereits Gutachter eingeschaltet, um die Hintergründe zu klären. Das Ausmaß der Schäden und die Anzahl betroffenen Gebäude ständen noch nicht fest, teilte das Landratsamt mit. Ein Schadensgutachter solle sofort mit der Bewertung der entstandenen Schäden beginnen. Gleichzeitig soll ein geologischer Gutachter, der vom Landratsamt Böblingen bestellt wurde, die geologische Situation und die Ursachen für die Setzungen vorab abschätzen. Auch das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau wurden den Angaben zufolge eingeschaltet.
Die im Verdacht stehenden Bohrungen wurden laut Landratsamt von der beauftragten Firma beantragt und vom Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt genehmigt. Begonnen hatten die Erdwärmebohrungen am 22. Juli. Da es sich bei Erdwärmebohrungen dieser Art um keinen Einzelfall handele, sei nicht mit Problemen zu rechnen gewesen, betont das Landratsamt.
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