EnBW übernimmt operative Führung im Geothermie-Kraftwerk Bruchsal
Die EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH (EKB) und die Stadtwerke Bruchsal GmbH (SWB) haben die Beteiligungsstruktur an ihrem gemeinsamen Geothermie-Kraftwerk Bruchsal neu geordnet. Die EnBW werde in der Geothermie-Gesellschaft Bruchsal GmbH (GEO) künftig die operative Führung des Kraftwerks übernehmen, teilten beide Versorger mit. So sehe der jetzt unterzeichnete Konsortialvertrag vor, dass die EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH 74,9 Prozent der Anteile an der GEO hält. Dadurch soll die Forschungs- und Entwicklungsarbeit am Projekt Bruchsal mit dem Ziel des wirtschaftlichen Betriebs fortgeführt werden, sagte Wolfram Münch, Leiter Forschung und Innovation bei der EnBW. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die kommunale Rechtsaufsicht.
Das Bruchsaler Geothermieprojekt startete 1983 im Rahmen eines Gemeinschaftprojekts von Europäischer Union, dem Bund, dem Land Baden-Württemberg sowie der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal (ewb) GmbH. 2005 mündete es in ein gemeinsam von der ewb und der EnBW geführtes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, erklärten beide Versorger. Im Dezember 2009 wurde die Anlage als erstes Geothermie-Kraftwerk Baden-Württembergs in Betrieb genommen. Sie solle einen Beitrag dazu leisten, dass Geothermie-Kraftwerke durch weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit langfristig wirtschaftlich betrieben werden können, hieß es. Mit einer Leistung von 550 kW könne das Geothermie-Kraftwerk rund 1.200 Haushalte mit Strom versorgen.
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