Daldrup & Söhne erzielt negatives Konzernergebnis in 2011
Der Bohrtechnikspezialist Daldrup & Söhne AG hat im Geschäftsjahr 2011 eine Gesamtleistung von 47,1 Mio. € erzielt. Dies entspreche einer Steigerung um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Unternehmen in Grünwald mit. Das Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und außerordentlichen Aufwendungen (Ebitda) fiel hingegen von 8,0 Mio. € auf 2,2 Mio. €. Nach planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 4,1 Mio. € auf Vorjahresniveau liege das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und außerordentlichen Aufwendungen (Ebit) bei minus 2,0 Mio. € (Vorjahr: plus 4,0 Mio. €). Das Konzernergebnis beziffert das Unternehmen auf minus 3,6 Mio. € (Vorjahr: plus 2,4 Mio. €).
Branchentypische Schwankungen bei den Bohrprojekten, budgetierte Anlaufverluste aus dem Projektentwicklungsgeschäft sowie Kosten für den Markteintritt in Österreich hätten im vergangenen Jahr das Ergebnis geprägt, erklärte der Konzern. Das Unternehmen habe mit voll ausgelasteten Bohr- sowie Personalkapazitäten gearbeitet. Daldrup erwirtschaftete seine Leistung zu 57,5 Prozent (Vorjahr: 61,2 Prozent) in Deutschland und zu 42,5 Prozent (Vorjahr: 38,8 Prozent) im Ausland (Niederlande, Österreich und Schweiz). Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2011 betrage etwa 100,0 Mio. € (Vorjahr: rund 90,0 Mio. €).
Mit der planmäßigen Errichtung und Inbetriebnahme des geothermischen Heizkraftwerkes Taufkirchen, an dem die Daldrup-Gruppe mehrheitlich beteiligt ist, werde im Sommer 2013 ein wesentlicher strategischer Meilenstein erreicht, und zwar die Neuausrichtung des Daldrup-Konzerns zu einem mittelständischen Energieversorger. Das Unternehmen erwartet, dass gleichmäßige Rückflüsse aus dem Verkauf von Strom und Wärme die Ertrags- und Liquiditätssituation in der Daldrup-Gruppe stabilisieren und die finanzielle Unabhängigkeit stärken werden. Die Abnahme von Elektrizität und Wärme sei vertraglich langfristig gesichert.
„Der Vorstand der Daldrup & Söhne AG ist zuversichtlich, dass die wert- und wachstumsorientierten Ziele und der strategische Transformationsprozess in der Fortentwicklung vom reinen Bohrdienstleister zum unabhängigen mittelständischen Energieversorger durch diese exzellenten Vorgaben und den Projektfortschritt in Taufkirchen positiv getragen werden“, erklärte das Unternehmen. Die Bohrphase der geothermischen Dublette sei inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Die Fündigkeitsergebnisse lägen über den Erwartungen.
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