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BWP: 2012 wurden deutschlandweit über 70.000 neue Wärmepumpen installiert

BWP veröffentlicht Absatzstatistik für 2012
Bildquelle: BWP e.V.
22.01.2013 − 

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) verzeichnet in seiner aktuellen Absatzstatistik eine positive Entwicklung für das Jahr 2012. Mit 59.500 Stück seien im Vergleich zum Vorjahr 4,4 Prozent mehr Heizungswärmepumpen verkauft worden, teilte der BWP in Berlin mit. Hinzu kämen weitere 10.700 Brauchwasserwärmepumpen, deren Absatz sogar um 20,2 Prozent zugenommen habe. Der Verband erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.

Während auch die Verkaufszahlen von Luftwärmepumpen zweistellig wuchsen, sei der Absatz von erdgekoppelten Systemen erstmals seit 2009 wieder zurückgegangen. Mit 37.300 Stück wurden im vergangenen Jahr 14,4 Prozent mehr Luft-Geräte verkauft als im Jahr davor. Das stabile Nachfragehoch beweise, dass die einstmals „exotisch“ anmutende Technologie ausgereift sei, erklärte der Verband. Mittlerweile liege der Marktanteil von Luft/Wasser-Wärmepumpen bei 62,7 Prozent.

Der Absatz von Sole/Wasser- bzw. Wasser/Wasser-Wärmepumpen sei indessen deutlich eingebrochen. Mit insgesamt 22.200 Anlagen wurden laut BWP gegenüber dem Vorjahr neun Prozent weniger Erdwärmepumpen installiert. „Das ist die Quittung für die vielerorts komplizierte Genehmigungspraxis und der Verteuerung von Erdwärmebohrungen durch teilweise völlig überzogene Auflagen“, sagte BWP-Geologe Martin Sabel. Der Verband bemühe sich seit Monaten um Vermittlung, damit die Nutzung oberflächennaher Geothermie für den Verbraucher bezahlbar bleibe. 

Die weitere Marktentwicklung hängt nach Ansicht von BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski davon ab, ob die Verteilung von Steuern und Abgaben im Wärmemarkt neu geregelt wird. Es sei nicht nachvollziehbar, warum ein Kunde, der sich für eine der ökologischsten Heizungslösungen entscheidet, mit deutlich höheren Steuern und Abgaben belastet wird als einer, der deutlich mehr CO2 verursache, kritisierte er. Wärmepumpen sparten im Vergleich zu fossilen Heizsystemen um bis zu 50 Prozent Treibhausgase und fossile Primärenergie ein, zitierte Stawiarski eine Studie der TU München.


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