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Entega Steag Wärme: Grundsteinlegung bei der Energiezentrale der TU Darmstadt

Bei der Erweiterung der Energiezentrale der TU Darmstadt um einen Neubau ist jetzt die Grundsteinlegung erfolgt.
Bildquelle: Steag
16.05.2017 − 

Bei der Erweiterung der Energiezentrale der TU Darmstadt um einen Neubau ist jetzt die Grundsteinlegung erfolgt. Wie aus einer Mitteilung des Energiekonzerns Steag hervorgeht, wird die TU Darmstadt seit 2016 im Rahmen eines langfristigen Contracting-Vertrags mit der Projektgesellschaft Entega Steag Wärme GmbH mit Wärme, Kälte und Strom versorgt.

Wichtige Bestandteile des Vertrags sind der Ausbau der Energienetze der TU Darmstadt, die Modernisierung des bestehenden Heizkraftwerks und die Errichtung eines neuen Technikgebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Campus Lichtwiese.

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Das neue Gebäude mit einer Grundfläche von rund 600 m² und elf Metern Höhe wird bis 2018 mit zwei „Herzstücken“ ausgerüstet, einem Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von etwa drei MW sowie einer modernen Kälteanlage. Zur Kälteerzeugung wird zunächst eine Absorptionskältemaschine (Kälteleistung: ein MW) eingebaut, die es ermöglicht, aus der im Blockheizkraftwerk entstehenden Wärmeenergie Kälte zu erzeugen. Sie wird zukünftig in das rund drei km lange Ringleitungs-Netz eingespeist, das derzeit auf dem Campus Lichtwiese gebaut wird, und soll beispielsweise den Lichtenberg-Hochleistungsrechner und die technische Laborinfrastruktur im Fachbereich Chemie kühlen. In einem späteren, auf die künftige Entwicklung des Campus Lichtwiese abgestimmten Schritt ist vorgesehen, eine weitere Absorptionskältemaschine mit zwei MW Leistung zu installieren.

14 Mio. € Investitionen in die Wärme- und Kälteinfrastruktur

Die für die Finanzierung, den Ausbau und den Betrieb der gesamten Anlagen der Energiezentrale eigens gegründete Gesellschaft Entega Steag Wärme mit Sitz in Darmstadt investiert in diesem und im nächsten Jahr rund 14 Mio. € in die Wärme- und Kälteinfrastruktur. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt 17 Mio. €. Mit der Erweiterung der Energiezentrale geht auch die Verbindung des Fernwärmnetzes der TU Darmstadt mit dem Fernwärmenetz Darmstadt Nord einher. Über diese Verbindungsleitung werden künftig jährlich rund 30.000 MWh an Wärme aus dem Müllheizkraftwerk in das TU-Netz eingespeist. So kann die TU Darmstadt den Anteil an aus Kraft-Wärme-Kopplung erzeugter Wärme deutlich erhöhen.

Anbindung des TU-Wärmenetzes an Wärmenetz der Entega

„Durch die Anbindung des TU-Wärmenetzes an das Wärmenetz der Entega bringen wir die besonders energieeffiziente Wärmeversorgung in Darmstadt einen entscheidenden Schritt voran. So werden beispielsweise im Zuge des Ausbaus auch das Klinikum Darmstadt und die Schulinsel an das Wärmenetz angeschlossen“, erklärte die Vorstandsvorsitzende des Darmstädter Versorgers Entega, Marie-Luise Wolff-Hertwig. Die Erweiterung der Energiezentrale auf dem TU-Campus ist, so Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), ein wichtiger weiterer Baustein auf dem Weg hin zu einer emissionsarmen, dezentralen und klimaneutralen Energieversorgung in der Stadt. Hier gingen Energieeffizienz, Klimaschutz, Kostenreduktion und der unmittelbare Nutzen für die Bürger Hand in Hand.

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