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Zukunft von insolventer Klärschlammverwertungs-Gesellschaft KSV unklar

Biomasseheizkraftwerk Dinkelsbühl
Quelle: KSV
28.01.2013 − 

Die Zukunft der insolventen Klärschlammverwertungsgesellschaft KSV in Dinkelsbühl bleibt weiter ungewiss. An wen das zunächst als beispielhaft geltende Biomasseheizkraftwerk verkauft werde, solle nun erst am 27. Februar entschieden werden, teilte der Insolvenzverwalter Harald Schwartz am vergangenen Freitag mit.

Eine für denselben Tag einberufene Gläubigerversammlung habe das zuständige Insolvenzgericht verschoben, weil nicht alle 25 an dem Projekt beteiligten Bürgermeister über die erforderlichen Gemeinderatsbeschlüsse verfügt hätten, so Schwartz. Die 25 Gesellschafter - darunter Kommunen aus Bayern und Baden-Württemberg - hatte große Hoffnungen in das Pilotprojekt gesetzt. Viele Gemeinden hatten darauf gesetzt, Klärschlamm aus ihren Kläranlagen in der Pilotanlage umweltfreundlich und energieeffizient verwerten zu können.

Die KSV hatte jedoch an Ostern 2012 Insolvenz angemeldet, nachdem Techniker ungelöste Probleme bei der Mineralisierungsanlage nicht in den Griff bekommen hatten. Das technisch aufwendige Pyrolyse-Verfahren habe von Anfang nie richtig funktioniert, berichtete ein Sprecher des Insolvenzverwalters.

Daher beschränke sich die Anlage nun darauf, Holz und Grünschnitt zu verheizen und so Strom und Abwärme zu gewinnen. Klärschlamm werde wegen der technischen Probleme mit der Pyrolyse seit Insolvenzbeginn nicht mehr verwertet; zuvor hatte die KSV Klärschlamm mit der Abwärme getrocknet und an die Zementindustrie als Brennstoff verkauft, sagte KSV-Interims-Geschäftsführer Jens Kleinfeld. Seinen Angaben zufolge interessieren sich neben den Stadtwerken Schwäbisch-Hall auch ein Bieterkonsortium aus Nürnberg für das Biomasse-Heizkraftwerk. Beide seien an der bisher weitgehend ungenutzten Abwärme interessiert.            


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