UFOP-Studie beziffert Winterrapsanbau zur Ernte 2013 auf 1,42 Mio. Hektar
Deutschlandweit haben günstige Witterungsbedingungen und attraktive Rapspreise zu einer Ausweitung des Rapsanbaus zur Ernte 2013 um über 9 Prozent geführt.
Vor allem im Norden hätten die Landwirte die guten Aussaatbedingungen im August und September genutzt und seien zum hohen Anbauumfang früherer Jahre zurückgekehrt, heißt es seitens der UFOP. In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen steigt die Anbaufläche den Angaben zufolge zusammen um über 100.000 Hektar.
Auf Grundlage einer aktuellen Befragung von 5.075 Landwirten im September/Oktober 2012 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2013 auf 1,419 Mio. Hektar. Im Vergleich zur geernteten Fläche 2012 bedeute das einen deutlichen Anstieg des Anbaus von Winterraps um bundesweit +9,1 Prozent (+118.344 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2013 steigt um +4,8 Prozent.
Die günstige Witterung zur Aussaat und eine anhaltend hohe Nachfrage nach Raps führten nach zwei schwierigen Jahren in vielen Regionen zu einer Ausdehnung der Aussaatfläche. Neben der langfristigen Fruchtfolgeplanung (44 Prozent) wurden als Hauptgründe für die Flächenvergrößerung die schlechte Witterung zur Aussaat 2011 (17 Prozent) und die gute Witterung zur Aussaat 2012 (4 Prozent) genannt. Auch die Marktlage beeinflusst die Rapsanbaufläche positiv, Preisgründe (13 Prozent) waren ein weiterer wichtiger Grund für die Ausdehnung der Aussaatfläche.
Wenn eine Verkleinerung der Fläche erfolgte, dann waren die Ursachen meist eine langfristig geplante Änderung (50 Prozent) oder eine kurzfristige Änderung der Fruchtfolge (19 Prozent). Auf Vorjahresniveau bleibt der Rückgang aufgrund eines verstärkten Anbaus anderer Kulturen (9 Prozent), wobei Mais nach wie vor die dann am häufigsten genannte Kulturart ist.
Der bereits erfolgte Rapsflächenumbruch liegt mit 2 Prozent der Betriebe und durchschnittlich 13 Hektar deutlich unter dem Niveau des schwierigen Vorjahres.
Innerhalb Deutschlands gibt es der Untersuchung zufolge große regionale Unterschiede. Nach witterungsbedingt anspruchsvollen Anbaujahren ist demnach in den nördlichen Bundesländern eine deutliche Flächenausdehnung zu verzeichnen mit Schleswig-Holstein +75,4 Prozent (+46.322 Hektar), Mecklenburg-Vorpommern +21,4 Prozent (+42.355 Hektar) und Niedersachsen +16,0 Prozent (+19.513 Hektar). Auch in Nordrhein-Westfalen stieg die Aussaatfläche zur Ernte 2013 um +8,3 Prozent (+5.378 Hektar) gegenüber der Erntefläche 2012 deutlich.
Eine leichte bis mittlere Zunahme der Fläche ist in den Bundesländern Rheinland-Pfalz/Saarland mit +3,5 Prozent (+1.769 Hektar), Hessen mit +3,3 Prozent (+2.070 Hektar), Brandenburg mit +3,0 Prozent (+3.792 Hektar), Sachsen mit +1,7 Prozent (+2.280 Hektar), Baden-Württemberg mit +1,0 Prozent (+604 Hektar) zu verzeichnen. In Thüringen mit +0,4 Prozent (+474 Hektar) und in Sachsen-Anhalt mit +0,2 Prozent (+395 Hektar) ist der Winterrapsanbau stabil geblieben. Mit -5,3 Prozent (-6.608 Hektar) ist Bayern das einzige Bundesland mit einem Rückgang der Rapsfläche gegenüber der Ernte 2012.
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