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E.ON Hanse testet biogasbetriebene Brennstoffzellen

Funktionsweise einer Brennstoffzelle
Quelle: Hexis
30.03.2012 − 

Die E.ON Hanse AG beteiligt sich an dem Projekt „Passiv-Haus BIQ“ mit dem Einbau eines Brennstoffzellen-Heizgerätes. Das Gerät erzeugt mittels elektrochemischer Energiewandlung aus Erd- oder Biogas Wasserstoff, der dann in Strom und Wärme umgewandelt und direkt vor Ort im Haus verbraucht wird. Vorher wird der Kohlenstoff aus dem Gas abgespalten und zu CO2 umgewandelt. Das CO2 dient anschließend als Nahrungsquelle für Mikroalgen, die in der Bioreaktorfassade des Passiv-Hauses gezüchtet werden. Die Mikroalgen erzeugen durch Photosynthese und Solarthermie Biomasse und Wärme. Diese Biomasse soll wiederum zu Biogas weiterverarbeitet werden.

E.ON Hanse wird das Brennstoffzellengerät „Galileo 1000 N“ der Firma Hexis in das Passiv-Haus BIQ einbauen. Die Brennstoffzelle von Hexis liefert eine elektrische Leistung von etwa 1 kW und eine thermische von etwa 2,5 kW. Damit können der Strom-Grund- und der gesamte Wärmebedarf eines Einfamilienhauses gedeckt werden. Würden Strom und Wärme getrennt bereitgestellt, beispielsweise durch ein Kraftwerk und einen Heizkessel, würde ein Gesamtwirkungsgrad von etwa 60 Prozent erreicht. Mit dem Hexis-Brennstoffzellengerät sei ein Gesamtwirkungsgrad von etwa 90 Prozent möglich, so E.ON Hanse.

Im Rahmen des Callux-Feldtests erprobt E.ON Hanse in der Zeitspanne 2009 bis 2016 den Einsatz von Brennstoffzellenheizgeräten im Eigenheim. Mit Hilfe der Brennstoffzellentechnologie kann unter der Zugabe von Erdgas – oder in diesem Fall Biogas – umweltschonend Strom und Wärme erzeugt werden. Der Feldtest ist ein bundesweit vernetzter Praxistest zur Markteinführung von Brennstoffzellen für die Energieversorgung von Haushalten. „E.ON Hanse plant in Kooperation mit E.ON Ruhrgas den Einbau von bis zu 100 Brennstoffzellen in norddeutschen Haushalten. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund sechs Mio. €“, sagte E.ON Hanse-Projektleiter Thomas Brauer. Eine dieser Brennstoffzellen wird ihren Platz im Passiv-Haus BIQ finden.    

 


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