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Bebra Biogas und HAW forschen an Hygienisierung

Gülle soll in Biogasanlagen effizienter hygienisiert werden
Quelle: Bebra Biogas Gruppe
21.02.2012 − 

Die Bebra Biogas Gruppe, Hamburg, wird zusammen mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg ein Forschungsprojekt zur hygienisierenden Vergärung von Reststoffen (Gülle) aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung durchführen. Wie die Bebra Biogas Gruppe mitteilte, soll eine in Schleswig-Holstein neu errichtete Bebra-Biogasanlage für diese Forschungszwecke optimiert werden. Ziel sei ein effizienter Biogasanlagenbetrieb mit gleichzeitiger Hygienisierung. Gefördert wird das dreijährige Projekt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit 300.000 €.

Die technische Ausgestaltung von Bebra-Hochleistungsfermentern mit der thermophilen Vergärungstechnologie ermögliche es der Hochschule, diese neue Zielsetzung im Biogasbereich unter Praxisbedingungen zu untersuchen und soll bei Bebra zu einer deutlichen Erweiterung ihres Anwendungsbereiches führen. „Im Hause Bebra Biogas werden nun die Weichen gestellt, um ein spezifisches Anwendungsfeld für mikrobiologisch anspruchsvolle Sachverhalte der Biogasbranche mit Praxisanlagen bearbeiten zu können“, sagt Dirk Neupert, Vorstand der Bebra Biogas Holding AG.

Mikrobiologische Fragestellungen werden Kernthema der durchzuführenden Versuche sein. „Im Rahmen der zurückliegenden allgemeinen Verunsicherung durch humanproblematische mikrobielle Keime in der Gemüseproduktion ist dieses ein wichtiger Schritt zur fundierten Erarbeitung neuer Lösungsansätze“, sagte Burkhard Kirchhoff, Leiter Forschung und Entwicklung bei Bebra. „Ein besonderes Ziel des Projektes ist es, die Leistungsfähigkeit der Mikroorganismen genau zu überwachen und die Bakterien in einem validierten Optimumbereich zu halten, damit es zu einer bedarfsgerechten Gasproduktion bei Verweilzeiten kommt, die zwei- bis vierfach unter denen konventioneller Biogasanlagen liegt, bei zwei- bis dreifach höherer Zufuhr von Substraten“.


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