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– Das britische Energieministerium hat eine Konsultation zur Anpassung der Einspeisetarife für erneuerbare Energien gestartet. Die Grundlage dafür stellen neue Tarifvorschläge dar, die Staatssekretär Gregory Barker Mitte März vorgestellt hat. Demnach sollen die Einspeisetarife für Strom aus größeren Solaranlagen reduziert werden. Für Anlagen im Bereich zwischen 50 und 150 kW soll die Vergütung den Vorschlägen zufolge von bislang 31,4 Pence/kWh auf 19 Pence/kWh (rund 22 Cent/kWh) sinken, Photovoltaik-Anlagen im Größenbereich zwischen 150 und 250 kW würden mit 15 Pence/kWh vergütet werden. Für größere Projekte bis zu einer Leistung von 5 MW sieht der Tarifvorschlag eine Vergütung von 8,5 Pence vor. Bislang erhalten Photovoltaik-Anlagenbetreiber für Projekte im Größenbereich von 10 bis 100 kW eine Vergütung von 31,4 Pence/kWh, Projekte bis 5 MW werden mit 29,3 Pence/kWh vergütet. Die Photovoltaikvergütung wird 25 Jahre lang gezahlt.
Energieminister Chris Huhne hatte im Februar eine Überprüfung der Einspeisetarife angekündigt (EUWID 4/2011). Seinerzeit hieß es, dass die Vergütung bis April 2012 unverändert bleiben solle, wenn die Überprüfung keinen dringlicheren Handlungsbedarf ergebe. Staatssekretär Barker machte deutlich, dass eine Anpassung der Tarife für größere Solarstromanlagen bereits zum 1. August 2011 in Kraft treten könnte, wenn der jetzt gestartete Konsultationsprozess und das Parlament zu einer entsprechenden Einschätzung kommen. Eine rückwirkende Änderung der Einspeisetarife schloss Barker aus.
„Gerade in diesen finanziell angespannten Zeiten ist es besonders wichtig, dass wir die Balance der Einspeisetarife optimieren“, erklärte Barker. Es sei zu befürchten, dass eine zunehmende Zahl von Solar-Großprojekten die verfügbaren Fördermittel binden könnten und damit sowohl die Entwicklung von kleinen Aufdachanlagen als auch die Förderung alternativer Technologien beeinträchtigen könnten.
Eine gegenläufige Entwicklung hat das Ministerium im Bereich der Biogasanlagen ausgemacht. Hier habe sich gezeigt, dass die bisherigen Einspeisetarife in Höhe von 11,5 Pence/kWh für Anlagen bis 500 kW nicht ausgereicht hätten, um das Potenzial dieses Marktsegments zu heben. Aus diesem Grund schlägt das Energieministerium eine Erhöhung der entsprechenden Tarife vor. Bis zu einer elektrischen Leistung von 250 kW soll die Vergütung auf 14 Pence/kWh angehoben werden, Anlagen bis 500 kW sollen mit 13 Pence/kWh vergütet werden.
06.04.2011
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