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– Der Solartechnikhersteller SMA Solar hält trotz eines schwachen Jahresauftakts an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Der weltweit führende Wechselrichterhersteller setze insbesondere auf ein Geschäftsmodell, das auf Nachfrageschwankungen reagieren kann, sowie eine zunehmende Ausrichtung auf das Ausland, wie SMA-Vorstandschef Günther Cramer vergangene Woche bei der Bilanzvorlage in Frankfurt sagte. Das Unternehmen geht weiter von einem bestenfalls stagnierenden Umsatz und einem niedrigeren Betriebsgewinn als im vergangenen Jahr aus.
Der Wettbewerb auf dem Markt für Wechselrichter, die in einer Solaranlage Gleichstrom in Wechselstrom verwandeln, wird härter. Zudem blieb laut SMA 2010 eine Jahresendrallye in der Branche aus, was hohe Lagerbestände bei den Kunden nach sich gezogen habe. Außerdem verwies SMA auf die unsichere politische Lage in den Märkten Italien und Frankreich. Dort stehen Kürzungen der Solarförderung an, deren Auswirkungen auf die Branche noch nicht abschätzbar seien. Nach einem Rekordergebnis 2010 wird das erste Quartal nach Einschätzung der Gesellschaft daher unter dem Niveau des Vorjahres liegen. SMA rechnet mit einem Umsatz von mehr als 200 Mio. €, im ersten Jahresviertel 2010 waren es noch 339 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) soll nur neutral ausfallen (Vj 92 Mio. €). „Schon im März erkennen wir aber ein erstes zartes Pflänzchen der Verbesserung“, sagte Finanzvorstand Pierre-Pascal Urbon.
Der weltweite Photovoltaikmarkt wird nach Einschätzung von SMA bis 2013 mit einem jährlichen durchschnittlichen Wachstum der neu installierten Leistung von knapp 15 Prozent auf etwa 30 Gigawatt (GW) wachsen. Treiber werden vor allem Asien und Nordamerika sein. Für 2011 rechnet SMA aber mit einem stagnierenden Weltmarkt, auch ein Rückgang könne nicht ausgeschlossen werden.
SMA konzentriert sich angesichts der regionalen Verschiebungen zunehmend auf das Ausland. „Die Musik spielt 2011 im Ausland und wir sind dort positioniert“, sagte Urbon. Das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel will nach dem Aufbau von Produktionsstätten in Nordamerika 2010 in diesem Jahr in Japan und Thailand neue Vertriebsgesellschaften gründen. Bisher liegt der Auslandsanteil am Umsatz bei 45 Prozent (Vorjahr: 38), im ersten Quartal werden es laut Urbon voraussichtlich 50 Prozent sein. „Das kann ich mir als Zielmarke für das Gesamtjahr auch vorstellen“, sagte er. 2012 und 2013 soll der Auslandsanteil weiter steigen.
Für das Gesamtjahr rechnet SMA mit einem Umsatz in Höhe von 1,5 bis 1,9 Mrd. € bei einer auf 21 bis 25 Prozent sinkenden Profitabilität (EBIT-Marge). Um das obere Ende der Prognose erreichen zu können, müsse SMA 2011 in wichtigen Solarmärkten Marktanteile gewinnen und neue Märkte schneller als Wettbewerber erschließen. SMA werde alles daran setzen, den Marktanteil von aktuell etwa 40 Prozent in Deutschland mindestens zu halten, sagte Cramer. Auch in den USA strebe man ähnliche Ziele an.
Im vergangenen Jahr hat SMA den Umsatz auf 1,9 Mrd. € verdoppelt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 516 Mio. €, nach 228 Mio. € im Vorjahr. Damit lag die Profitabilität bei 26,9 Prozent nach 24,4 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 365 Mio. € (Vorjahr: 161,1). Vorstand und Aufsichtsrat der SMA schlagen eine erhöhte Dividende von 3,00 € pro Aktie (Vorjahr: 1,30) für das Geschäftsjahr 2010 vor.
06.04.2011
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